20.11.2019

Aktuelle Kennzahlen aus dem Bereich Konjunktur und Analysen

Auftragseingang

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie waren im September 2019 erneut rückläufig. Insgesamt verfehlten sie ihr Vorjahresniveau um 3,9 Prozent. Während die Inlandsbestellungen um 9,7 Prozent gegenüber Vorjahr gefallen sind, konnten die Aufträge aus dem Ausland leicht um 0,5 Prozent zulegen. Kunden aus dem Euroraum orderten im September 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr, die Geschäftspartner aus Drittländern dagegen 3,8 Prozent mehr.

Produktion und Kapazitätsauslastung

Trotz eines Arbeitstages mehr ist die preisbereinigte Produktion der heimischen Elektrounternehmen im September 2019 etwas hinter ihrer Vorjahresleistung zurückgeblieben. Der Output sank um 1,4 Prozent. Die Kapazitätsauslastung in der Branche ist zu Beginn des vierten Quartals 2019 um 0,6 Prozent-Punkte auf jetzt 83,6 Prozent der betriebsüblichen Vollauslastung gefallen. Die Reichweite der Auftragsbestände liegt weiter bei 3,1 Produktionsmonaten.

Umsatz

Mit 16,9 Milliarden Euro fielen die Erlöse der heimischen Elektrofirmen im September 2019 um 1,5 Prozent höher aus als vor einem Jahr. Dabei stieg der Inlandsumsatz (+2,5 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro) etwas stärker als der Auslandsumsatz (+0,8 Prozent auf 9,0 Milliarden Euro). Das Geschäft mit der Eurozone gab um 5,4 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro nach, mit Drittländern zog es um 4,4 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro an.

Geschäftsklima

Zwar hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie im Oktober 2019 wieder etwas erholt. Es befindet sich aber weiterhin unterhalb der Null-Linie. Während die Lagebeurteilung erstmals seit April 2013 in negatives Terrain gerutscht ist, haben sich die allgemeinen Geschäftserwartungen deutlich verbessert, bleiben – per saldo – aber tiefrot.


Ihr Ansprechpartner:

Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt
Leiter Abteilung Wirtschaftspolitik, Konjunktur und Märkte
Telefon: +49 69 6302-301 ; Fax: +49 69 6302-326 ; E-Mail: wipol(at)zvei.org

 

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