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14.03.2017

Consumer Components in Safe Automotive Applications

Immer mehr Halbleiter, die nicht speziell für den Automobilmarkt und deren Anwendungsprofile entwickelt wurden, kommen in Fahrzeugen zum Einsatz.

Angesichts der Tatsache, dass in der automobilen Wertschöpfungskette verstärkt fortschrittliche Fahrassistenzsysteme und Sicherheitsfunktionen Eingang finden, kann jede ausfallende Komponente potentiell die Anwendung beeinträchtigen und Sicherheitsrisiken auslösen. Die im ZVEI organisierten Anbieter von Halbleitern, Optokomponenten als auch passiven Komponenten sehen die Notwendigkeit, das Risikobewusstsein zu steigern, wenn Teile, die nicht speziell für automobile Anwendungen entwickelt wurden, in Fahrzeugen verwendet werden.

In einem Positionspapier wurde herausgearbeitet, warum der Trend, vermehrt automobilfremde Teile in automobilen Anwendungen vorzusehen, unvermeidlich ist und sich ausweiten wird. Hervorgehoben wird, dass moderne automobilfähige Lösungen von Stärken abhängen, die bereits während der Technologie-, Gehäuse- und Komponentenentwicklung definiert wurden, um Zielvorgaben an Qualität, Zuverlässigkeit, Lebenszeit und Sicherheit zu erreichen.

Die automobile Zulieferkette braucht eine neue, zukunftssichere und zuverlässige Kooperationsgrundlage. Die Zusammenarbeit zwischen OEMs, Erstzulieferern (Tier1) und Komponentenhersteller bei der Entwicklung muss substanziell weiterentwickelt werden, um die oben beschriebenen neuen Risiken in der Wertschöpfungskette zu identifizieren und zu minimieren.

Fact Sheet

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Transparenz bezüglich möglicher Unterschiede zwischen Komponenten, die spezifisch für den Automobilmarkt definiert und entwickelt wurden („Automotive“) und Bausteinen z.B. für den Consumer-Markt („Consumer“) zu schaffen. Gemeinsam wurde ein „Fact Sheet“ erstellt, das insgesamt 66 mögliche Unterschiede in der Markt-Bandbreite zwischen „Automotive“ und „Consumer“ aufführt. Es beschreibt zudem die Konsequenzen für das Automobil, falls die Automotive-Anforderungen nicht erfüllt sind. Das Dokument erläutert auch das Investment, das der Komponentenhersteller leistet, um die Automotive Fähigkeit bereitzustellen. Der ZVEI stellt den aktuellen Stand des Fact Sheets hiermit allen Interessenten für Feedback und eine gemeinsame Diskussion zur Verfügung.

Der wesentliche nächste Schritt ist, die Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern, Tier1 und Komponentenherstellern so zu optimieren, dass potentielle Unterschiede nicht nur identifiziert werden, sondern auch die aus den relevanten Unterschieden resultierenden Risiken in der jeweiligen Applikation analysiert, minimiert oder sogar eliminiert werden. Am Ende jedes dieser Prozesse sollte letztlich eine bewusste Risikobewertung unter Einbindung der gesamten Lieferkette stehen, die zu einer finalen Akzeptanz der verbleibenden Konsequenzen oder einem Verwerfen der Lösung führt.

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