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02.03.2018

ZVEI: Intelligentes Verkehrsmanagement statt Fahrverbote für Dieselautos

Die Diskussionen um Stickoxid- und CO2-Belastungen in Städten ranken sich nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vor allem um potenzielle Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Nach Auffassung des ZVEI ist dies zu eindimensional.

Das Gericht hat die Zulässigkeit solcher Maßnahmen an enge Grenzen geknüpft und die Notwendigkeit einer vorherigen Prüfung der Verhältnismäßigkeit betont. Fahrverbote sind demnach nur die Ausnahme. Nach ZVEI-Auffassung sollten stattdessen technische Lösungen zur Verkehrssteuerung realisiert werden, denn sie leisten einen nachhaltigeren Beitrag zur Schadstoffreduzierung. Autofahrer in Städten verbringen bis zu 30 Prozent ihrer Fahrzeit mit der Parkplatzsuche. Verkehrsmanagementsysteme könnten zur Verringerung dieses Verkehrs und damit zur Verringerung des Schadstoffausstoßes wesentlich beitragen. 

Olaf Zinne, Leiter der ZVEI-Plattform Smart Mobility, spricht sich dafür aus, Verkehrsbedürfnisse und intelligente Technik zusammenzubringen: „Das bereits gestartete Programm zur Förderung kommunaler Maßnahmen in Höhe von einer Milliarde Euro hier einzusetzen, wäre ein richtiger Schritt.“ Sinnvoll sei beispielweise eine Vernetzung von Sensoren an Parkplätzen und von Parkhäusern mit Navigationshilfen in Fahrzeugen. In Pilotversuchen werden solche Lösungen der Elektroindustrie bereits erprobt. So könnte Mobilität intelligenter und effizienter gestaltet und Fahrverbote vermieden werden. Ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Umrüstung der kommunalen Flotte auf alternative Antriebe oder Elektromobilität könnten weitere Beiträge leisten. 

Der ZVEI setzt sich dafür ein, Mobilität künftig intermodal zu organisieren. Die ZVEI-Plattform „Smart Mobility“ ist eine Initiative zur Erarbeitung branchengrenzen-übergreifender Mobilitätslösungen. Dazu erklärt Zinne: „Der Trend zur Urbanisierung ist ungebrochen. Bei dem damit stetig steigenden Mobilitätsverlangen der Bevölkerung, leisten Angebote wie etwa Carsharing einen erheblichen Beitrag zu sauberer Luft. Es ist nun an der Zeit, weitere Impulse zu setzen und zugleich den Rechtsrahmen für das automatisierte Fahren weiterzuentwickeln.“  

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