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20.05.2021

Fortschritt und Verantwortung: Nachhaltigkeit in der Elektro- und Digitalindustrie

Das Leitbild der Nachhaltigkeit setzt sich zusammen aus einer sozialen, einer wirtschaftlichen und einer ökologischen Dimension und ist sowohl auf die Gegenwart als auch auf die Zukunft ausgerichtet. 2015 haben die Vereinten Nationen im Rahmen der „Agenda 2030“ siebzehn globale Nachhaltigkeitsziele – die Sustainable Development Goals (SDGs) – formuliert. Sie prägen seitdem die Nachhaltigkeitsdebatte und bieten als globaler Handlungs- und Orientierungsrahmen eine Richtungsweisung für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – auch für die Elektro- und Digitalindustrie. Mit welchen Lösungen kann unsere Branche einen Beitrag leisten, wo liegen Möglichkeiten für Synergien, wo gibt es aber auch Zielkonflikte? Das stellen wir hier vor:

 

Relevanz der SDGs für die Elektro- und Digitalindustrie 

Der Wirtschaft kommt eine große Hebelwirkung zu: Jedes Kerngeschäft eines Unternehmens bietet das Potenzial, sowohl nachhaltig zu wirtschaften, positive Einflüsse zu maximieren aber auch mögliche negative Einflüsse über die gesamte Wertschöpfungskette zu mindern. Dies gilt im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten auch unabhängig von der Größe eines Unternehmens. 

  • Wie also sich dem Thema Nachhaltigkeit annähern?
  • Was sind konkrete Beispiele von Unternehmen aus, die sich mit den SDGs bereits auseinandersetzen?

Vor dem Hintergrund dieser Fragen hat der ZVEI 2019 den "Wegweiser für nachhaltige Entwicklung" veröffentlicht, um Unternehmen bei der Annäherung an das Thema Nachhaltigkeit zu unterstützen. Naturgemäß sind alle SDGs relevant, jedoch entfaltet sich für die Elektro- und Digitalindustrie für bestimmte Ziele eine besondere Hebelwirkung. Für andere Ziele wiederum bestehen Relevanz und Herausforderung insbesondere darin, potenziell negative Einflüsse zunehmend zu minimieren. Diesem Gedanken folgt unsere Einschätzung und Priorisierung der Ziele – SDG Nr. 17 ist übergreifend relevant im Sinne des Verbands als Plattform für Partnerschaften. 

Die Entwicklungsziele sind primär an Regierungen adressiert – sie sind daher als Indikation zu verstehen und nicht immer 1:1 als Unternehmensziele übernehmbar. Dennoch kann und muss die Wirtschaft zu ihrer Erreichung beitragen – sowohl im positiven Sinne, z. B. mit Technologien für den Klimaschutz, als auch im Sinne der Vermeidung potenziell negativer Einflüsse, z. B. Ressourcenverbrauch.


Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit im ZVEI    

Jede Woche wird hier ein SDG näher betrachtet

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Die All-Electric-Society ist geprägt durch die intelligente Kopplung von klimarelevanten Sektoren wie Energie, Gebäude, Mobilität und Industrie – für die Wasserstoff und synthetische Brennstoffe als Speicher eine wichtige Rolle spielen werden. Strom aus erneuerbaren Quellen ist ihr verbindendes Element. Die All-Electric-Society ist zudem ein wichtiger Katalysator für eine Kreislaufwirtschaft. 

Die Elektrifizierung ist - neben der Digitalisierung - Haupttreiber für mehr Klimaschutz. Mit weiteren technischen Fortschritten entfalten die Klimaschutztechnologien der Elektro- und Digitalindustrie eine hohe Wirkung und sichern nachhaltiges Wachstum. 
Weitere Informationen zum Themenfeld Energie und Klima finden Sie auf unserer Themenseite

SDG 1: Maßnahmen gegen Armut

Positiv beeinflusst wird die wirtschaftliche Lage in Afrika durch eine vielfach gewachsene politische Stabilität in dieser Weltregion. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden verbessert, was in vielen Fällen zu wachsenden Einkommen und so zur Stabilisierung afrikanischer Gesellschaften geführt hat. In Bezug auf die globale Perspektive nachhaltiger Entwicklung und zur Förderung der Kooperation deutscher Unternehmen mit Entwicklungs- und Schwellenländern arbeitet der ZVEI seit Jahren intensiv mit Entwicklungszusammenarbeit-Scouts (EZ) des Bundesentwicklungsministeriums zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit ist beispielsweise ein Projekt zur Information der deutschen Elektroindustrie zu Märkten in afrikanischen Entwicklungs- und Schwellenländern entstanden. Aktuell entstehen mit Unterstützung des EZ-Scouts je ein Industriecluster Fügetechnik sowie Automatisierungstechnik in Marokko, die neben Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen auch einen Know-how-Transfer auf Managementebene vorsehen und so ein sektorübergreifendes Netzwerk deutscher und marokkanischer Unternehmen mit innovativen Themen der Elektroindustrie ermöglichen.

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