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18.11.2016

Vernetzung von Sicherheitssystemen ist tägliche Praxis

Facherrichter und Fachplaner von Sicherheitssystemen arbeiten intensiv mit Schnittstellen zu anderen gebäudetechnischen Gewerken. Gleichzeitig besteht großer Informations- und Weiterbildungsbedarf zu diesem Thema.

Die Vernetzung sicherheitstechnischer Systeme mit anderen gebäudetechnischen Gewerken ist in der Praxis weit verbreitet.

© Victoria - Fotolia.com

Die Vernetzung von Gefahrenmeldeanlagen und anderen Sicherheitssystemen untereinander und mit Gewerken der Gebäudetechnik nimmt durch die Digitalisierung der Gewerke immer mehr zu. Dadurch werden die Systeme in die Lage versetzt, Informationen auszutauschen und gegenseitig nutzbar zu machen.

Alle angeschlossenen Gewerke können von zentraler Stelle aus überwacht und gesteuert werden. Insgesamt profitieren die Anwender von einer verbesserten Funktionalität, höherer Energieeffizienz und geringerem Kostenaufwand.

Beispiele für die Vernetzung von Sicherheitssystemen sind die Aufschaltung von Videobildern zur Alarmverifizierung bei einem Brand oder die Anbindung von Tür-und Fensterkontakten zur bedarfsgerechten Steuerung der Raumtemperatur. Kosteneffiziente und vom Markt immer stärker geforderte Funktionalitäten wie Ferninspektion und Fernwartung werden durch die IP-Vernetzung und den Zugriff von außen erleichtert. Wurden zur Vernetzung vor wenigen Jahren noch überwiegend einfache analoge Zwei-Draht-Schnittstellen oder proprietäre, herstellerspezifische Kopplungen verwendet, kommen heute standardisierte digitale Übertragungsverfahren und Protokolle zum Einsatz.
Nach einer Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Errichter und Planer (Arge) vom November 2013 geben die Umfrageteilnehmer an, dass insbesondere eine durchgehende IP-Vernetzung von Sicherheitssystemen und Gebäudeautomation noch nicht sehr verbreitet ist. Als Gründe werden vor allem eine fehlende, auf herstellerunabhängigen Standards basierende IP-fähige Angebotspalette der Hersteller sowie einheitlich anwendbare Standards und Normen genannt.

Um dem Thema der Vernetzung auch auf Ebene der Anwendung Rechnung zu tragen, wurde im DKE ein Arbeitskreis „Vernetzung“ geschaffen, in den u.a. das ZVEI-Merkblatt „Vernetzte Sicherheitstechnik“ eingeflossen ist. Ziel ist ein Vorgehensmodell für die Realisierung vernetzter Systeme, die den einzelnen Protagonisten (Hersteller, Planer, Errichter und Anlagenbetreiber) Aufgaben zuordnet und Informations- und Dokumentationsbeziehungen festlegt. 

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