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29.01.2021

Consumer-Produkte elektrisieren die Haushalte seit Jahrzehnten

In über 41 Millionen deutschen Haushalten stehen jeweils Dutzende Consumer-Produkte. Sie integrieren sich nahtlos in unseren Alltag, erleichtern und bereichern ihn – teilweise seit gut hundert Jahren. Staubsauger, E-Herd und Waschmaschine zogen ab den 1920er Jahren in Privatwohnungen ein und revolutionierten die Hausarbeit. Das hatte weitreichende Folgen für die Gesellschaft. Inzwischen haben Digitalisierung, Vernetzung und sogar Methoden der Künstlichen Intelligenz Einzug gehalten. Und auch diese Innovationen verändern den Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern immer wieder aufs Neue.

Geräte der Unterhaltungselektronik etwa bieten die Bürgerinnen und Bürger die Teilhabe am öffentlichen Geschehen, durch Zugang zu vielfältigen Informationsquellen über Radio, Fernsehen und Webdienste. Dieses „Fenster zur Welt“ spielt nicht nur, aber insbesondere, in Krisensituationen eine essentielle Rolle. Wie wichtig Geräte der Unterhaltungselektronik sein können, um auch die private, familiäre soziale Interaktion aufrecht zu erhalten, gerade wenn – wie aktuell – persönliche Treffen nicht mehr möglich sind, haben wir in den vergangene zwölf Monaten alle erfahren. Und natürlich bieten die Geräte auch beliebte Unterhaltung in Form von Filmen, Serien und Dokumentationen. Die Medienangebote steigen rasant: vom lokalen Radiosender, über die klassischen TV-Channels bis hin zum globalen Streaming-Anbieter ist inzwischen nahezu jeder Content an jedem Endgerät empfangbar – digital und in bester Bild- und Tonqualität. 

Dass dies auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt, zeigt die positive Entwicklung des Markts für TV-Geräte in Deutschland. Laut gfu/GfK wurden im vergangenen Jahr 7,4 Millionen Fernseher verkauft – ein Zuwachs von mehr als elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders gefragt waren Ultra HD-Fernseher: mehr als zwei Drittel aller im vergangenen Jahr in Deutschland verkauften TV-Geräte sind Ultra HD-tauglich. Das entspricht einem Plus von acht Prozent. Damit wurden seit Markteinführung im Jahr 2013 bis Ende 2020 insgesamt über 18 Millionen Ultra HD-TVs in Deutschland verkauft. Smart TV liegen mit einem Anteil von 89 Prozent ebenfalls hoch in der Gunst der Verbraucherinnen und Verbraucher. Diese Zahlen verdeutlichen den Trend zur Digitalisierung und Vernetzung im Alltag.

Auch der deutsche Hausgerätemarkt hat sich 2020 mit plus elf Prozent auf knapp zehn Milliarden Euro sehr stark entwickelt. Haushalt-Großgeräte kamen hier mit einem Plus von neun Prozent auf einen Anteil von ca. 6,3 Milliarden Euro, wobei alle Produktgruppen Zuwächse verzeichnen konnten. Noch stärker wuchs der Inlandsmarkt für Haushalt-Kleingeräte. Mit einem Herstellerumsatz von 3,6 Milliarden Euro verzeichnet die Branche hier ein Plus von etwa 15 Prozent. 

Der hohe Ersatzbedarf und die gute Baukonjunktur sind seit längerer Zeit starke Impulsgeber für den Hausgerätemarkt. Der Hauptgrund für die außergewöhnliche Entwicklung im Jahr 2020 liegt jedoch in der Umschichtung privater Ausgaben während der Corona-Pandemie. Die Menschen verbringen deutlich mehr Zeit zuhause und stellen höhere Ansprüche an ihre Wohnumgebung. Daraus resultierte unter anderem ein Upgrade der technischen Ausstattung, was insbesondere rund um die Themen Kochen und Lebensmittellagerung sichtbar wird. Auch der Aspekt Gesundheit spielt eine große Rolle. Darüber hinaus prägen weitere stabile Trends den Markt: Verbraucher achten beim Kauf auf eine gehobene Ausstattung, komfortable Bedienung und hochwertiges Design. Auch smarte, vernetzbare Hausgeräte treffen zunehmend das Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher.

Dieser Cocooning-Effekt trifft gleichermaßen auf beide Branchen zu – er begann schon vor einigen Jahren, wurde aber durch die Pandemie-bedingten Einschränkungen verstärkt. Ausschlaggebend für den Erfolg der Consumer-Produkte sind darüber hinaus sinnstiftende Innovationen, die dem Nutzer einen direkten Mehrwert – oder auch einfach nur Spaß – bieten. 
 

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