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23.11.2016

Einführung von DVB-T2 HD in Deutschland

Mit der Einführung von DVB-T2 HD am 29. März 2017 endet in den Ballungsräumen die Verbreitung von DVB-T. Durch den Umstieg auf das neue System werden neue Empfangsgeräte notwendig. Diese erkennt man am grünen Logo DVB-T2 HD.

Die mit dem Logo gekennzeichneten Geräte erfüllen die technischen Mindestanforderungen für DVB-T2 in Deutschland.
Die mit dem Logo gekennzeichneten Geräte erfüllen die technischen Mindestanforderungen für DVB-T2 in Deutschland.

DVB-T2 ist die Weiterentwicklung des digitalen terrestrischen Fernsehens (DVB-T). In Deutschland wird der internationale Standard in Kombination mit dem neuesten Kompressionssystem (HEVC) eingeführt. Damit werden die verfügbaren Frequenzkapazitäten im UHF-Band bestmöglich genutzt, sodass HD-Fernsehprogramme in Deutschland künftig auch über Antenne verfügbar sind. Ab dem 29. März 2017 werden rund 40 Programme in HDTV über die Antenne ausgestrahlt. Zugleich endet das Fernsehen über DVB-T in den Ballungsräumen. Im gesamten Bundesgebiet wird die Umstellung sukzessive bis Mitte 2019 realisiert. Rund 3,4 Millionen TV-Haushalte in Deutschland nutzen aktuell DVB-T über Haus-, Außen- bzw. Zimmer­antenne oder unterwegs (Digitalisierungsbericht ​2016).

 

Was ist beim Umstieg zu beachten?

Für den Empfang von DVB-T2 HD werden neue Endgeräte benötigt. Um die hochauflösende Qualität darzustellen, ist ein entsprechender HD-Bildschirm sinnvoll. Für den Empfang des Signals kann man entweder ein neues TV-Gerät mit integrierter DVB-T2 HD-Empfangstechnik nutzen, oder seinen bisherigen Fernseher um eine DVB-T2-HD-Set-Top-Box ergänzen. Geeignete Geräte sind am grünen Logo DVB-T2 HD erkennbar. Die mit dem Logo gekennzeichneten Geräte erfüllen die technischen Mindestanforderungen für DVB-T2 in Deutschland. Im Handel ist eine große Auswahl an Geräten für den Empfang von DVB-T2 HD verfügbar. Zu beachten ist: Aufgrund der Kombination mit HEVC sind DVB-T2-Geräte aus anderen Ländern in Deutschland nicht nutzbar.

Bisher für DVB-T verwendeten Zimmer-, Außen- oder Dachantennen können prinzipiell weiterverwendet werden. Wer sich eine neue Antenne zulegen möchte, kann ebenfalls auf das grüne Logo achten. Es lohnt sich, schon jetzt umzusteigen, denn in vielen Ballungsgebieten sind bereits einige DVB-T2-HD-Sender auf Sendung. Die neuen Empfänger sind abwärtskompatibel, können also auch die bisherigen DVB-T-Programme darstellen.

Eine Besonderheit gibt es künftig: Die Privatsender werden im Rahmen von DVB-T2 HD unter der Plattform „freenetTV“ vermarktet. Sie sind nur mit einer Entschlüsselungsvorrichtung und gegen Entgelt nutzbar. Empfangsgeräte mit dem grünen Logo verfügen dafür entweder über ein eingebautes Entschlüsselungs-System (Set-Top-Boxen) oder einen CI-Plus-Schacht (TV-Geräte oder Set-Top-Boxen) für den Einschub eines externen Entschlüsselungs-Moduls, das ergänzend angeschafft werden muss. Wer ein Gerät erwirbt, das weder über ein eingebautes Entschlüsselungs-System noch einen CI-Plus-Schacht verfügt, kann im Wesentlichen nur die Sender des öffentlich-rechtlichen Rundfunk nutzen.x

 

Wichtig: Am 29. März ab 12 Uhr Sendersuchlauf starten

Die sukzessive Abschaltung der DVB-T-Signale an den umzustellenden Standorten beginnt in der Nacht auf den 29. März 2017 ab 0 Uhr. Danach werden die DVB-T2 HD Programme schrittweise aufgeschaltet. Zwischenzeitlich gibt es für wenige Stunden keine Fernsehsignale über Antenne in den Umstiegsregionen. Um das volle Programmangebot zu sehen, sollten DVB-T2-HD-Empfangsgeräte am 29. März 2017 ab 12 Uhr einen Sendersuchlauf durchführen.

 

 

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