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06.12.2018

Stabile Hausgerätekonjunktur

Die in deutschen Haushalten genutzten Waschmaschinen bewältigen jedes Jahr einen Wäscheberg von etwa 22 Millionen Tonnen. Das entspricht dem Gewicht von 40.000 vollgetankten Flugzeugen des Typs Airbus 380. Und etwa 8,3 Milliarden Mal im Jahr laufen in Deutschland die Geschirrspüler. Im Vergleich zum Handspülen bringt das rechnerisch für jeden Menschen eine Zeitersparnis von etwa vier ganzen Tagen im Jahr. Nur zwei Beispiele für das enorme Arbeitspensum, das uns moderne Hausgeräte abnehmen.

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland etwa 17,3 Millionen Haushalt-Großgeräte (ohne Mikrowellengeräte) neu gekauft, 55 Prozent davon Einbaugeräte.  Viele Geräte sind im Haushalt unverzichtbar, entsprechend hoch sind die Ausstattungsgrade. In nahezu jedem deutschen Haushalt gibt es einen Kühlschrank und eine Waschmaschine, in jedem zweiten steht zusätzlich ein Gefriergerät. 71 Prozent der Haushalte besitzen einen Geschirrspüler, 42 Prozent einen Wäschetrockner. In etwa 80 Prozent aller Haushalte wird elektrisch gekocht. Das summiert sich auf einen Gerätebestand von etwa 180 Millionen Stück.

Nach zehn Jahren Wachstum wird der deutsche Hausgerätemarkt im Jahr 2018 in etwa stabil bleiben. Der inländische Herstellerumsatz mit großen und kleinen Hausgeräten wird in Summe voraussichtlich bei 8,5 Mrd. € (ohne MwSt.) liegen (2017: 8,6 Mrd. €).

Ein Plus verbuchten die Umsätze mit Kühl- und Gefriergeräten, Einbau-Backöfen und vollintegrierten Einbaugeschirrspülern. Im Trend liegen außerdem Multifunktionsgeräte wie Waschtrockner und Induktionskochfelder mit integriertem Dunstabzug. 

Zweistellige Zuwachsraten verbuchten smarte Hausgeräte. Der ZVEI schätzt, dass im vierten Quartal 2018 etwas mehr als zehn Prozent des Inlandsgeschäfts mit Großgeräten auf vernetzbare Geräte entfällt (Basis Wert). Spitzenreiter dabei sind vernetzbare Waschmaschinen (Anteil ca. 15%)

Im Bereich Kleingeräte kommen die Wachstumstreiber überwiegend aus dem Produktsegment Bodenpflege. Insbesondere kabellose Akkustaubsauger, Staubsaugerroboter und Nass-/Trockensauger legten zu. Auch der Umsatz mit Kaffeevollautomaten ist gestiegen.

Grundsätzlich legen die Verbraucher Wert auf gute Ausstattung und hohen Bedienkomfort. Design, niedriges Betriebsgeräusch und Zeitersparnis sind ebenfalls wichtige Kaufkriterien. Bei Wäschepflegegeräten ist der Trend zu größeren Füllvermögen deutlich. 

Im Jahr 2019 rechnet die Branche im Inland bei Kleingeräten mit einem leichten Wachstum von ein bis zwei Prozent, bei Großgeräten mit einer stabilen Entwicklung. 

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