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12.03.2012

Informationen zu optischer Strahlung

Elektroschweißgeräte erzeugen Lichtbögen. Personen, die optischer Strahlung ausgesetzt sind, müssen geschützt werden. Anforderungen regelt die Richtlinie 2006/25/EG. Die Schweißgeräteindustrie hat ein begleitendes Merkblatt erstellt.

Elektroschweißer müssen vor den Auswirkungen der Lichtbögen geschützt werden.
© Ramona Heim

Bei der Anwendung von Elektroschweißgeräten werden in der Nähe befindliche Personen einem hellen Lichtbogen ausgesetzt. Die Richtlinie 2006/25/EG über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (künstliche optische Strahlung) regelt den Umgang mit solchen Anwendungen. Die Richtlinie ist an Arbeitgeber adressiert, damit diese ihre Verantwortung für die Gestaltung sicherer Arbeitsplätze wahrnehmen können.

Künstliche optische Strahlung umfasst ein breites Spektrum von Lichtquellen, dem die Mitarbeiter am Arbeitsplatz ausgesetzt sein können. Zu diesen Quellen zählen Schweißlichtbögen, die zu einer Exposition der Beschäftigten führen können, die oberhalb der von der Richtlinie festgelegten Grenzwerte liegen. Da die physikalischen Grundlagen des Elektroschweißen es nicht erlauben, die optische Strahlung an der Quelle zu reduzieren, ist der Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung notwendig und allgemein üblich. Um der Richtlinie zu entsprechen, müssen Arbeitgeber sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter sich des Risikos optischer Strahlung bewusst sind (Informations-und Schulungsmaßnahmen) und sie geeignete persönliche Schutzausrüstung (Schutzbrille und Hautschutz) verwenden. Personen, die sich im Umfeld der Schweißstelle befinden, müssen geschützt oder von der Schweißstelle ferngehalten werden.

Zu dieser Thematik hat die europäische Schweißindustrie ein Merkblatt erstellt, welches abgerufen werden kann. Weitergehende Informationen sind in den Bedienungsanleitungen der Schweißanlagen sowie in Europäischen Normen zu finden (zum Beispiel EN 175, EN 379, EN 1598, ...). Die Richtlinie 2006/25/EC enthält auch weitere, nicht technische Verpflichtungen (zum Beispiel Überwachung der Gesundheit). Arbeitgeber sollten diese zusätzlichen Anforderungen beachten.

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