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Energiekosten sparen durch Aufzugsschachtentrauchung

Durch den Verschluss von Permanentöffnungen zur Lüftung und Rauchableitung in Aufzügen durch moderne Rauch- und Wärmeabzugsanlagen könnten in Deutschland jährlich bis zu 500 Millionen Euro an Energiekosten einspart werden.

Ein durchschnittlicher Aufzugsschacht mit 19 Metern Höhe und sechs Haltepunkten verursacht durch die in den Landesbauordnungen bisher vorgeschriebenen permanent offenen Entrauchungsflächen einen Wärmeverlust von etwa 15.000 Kilowattstunden pro Jahr.  Das verursacht vermeidbare Kosten von etwa 1000 Euro pro Aufzug und Jahr. Bei rund 500.000 zur Umrüstung geeigneten Aufzügen in Deutschland summiert sich der Energieverlust auf 7,5 Terawattstunden oder 7,5 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht einem Ausstoß von drei Millionen Tonnen klimaschädlichem CO2.

Aufzugsschachtentrauchungssysteme können diese Energieverluste drastisch reduzieren: Im Normalbetrieb ist die Entrauchungsöffnung geschlossen, so dass keine Wärme verloren geht. Stellt das System Rauchgase im Aufzugsschacht fest, wird ein Alarm ausgelöst und ein elektrischer Antrieb öffnet den Rauchabzug im Schachtkopf. Toxische Gase und Brandrauch können entweichen.

Für die 15.000 pro Jahr in Deutschland neu gebauten Aufzüge schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) eine luftdichte Gebäudehülle und damit eine verschließbare Entrauchungsöffnung vor. Aber gerade bei älteren Aufzügen ist der Einbau einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) wirtschaftlich außerordentlich attraktiv und leistet einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Neben dauerhaften Energiekosteneinsparungen realisiert eine Umrüstung weitere Vorteile. So kann damit beispielsweise die bauordnungsrechtlich geforderte Lüftung des Aufzugsschachts mit einer RWA ohne großen Aufwand automatisiert werden. Sensoren überwachen die Luftqualität sowie die Temperatur und öffnen bei Bedarf die Entrauchungsöffnung zur kontrollierten Lüftung. Investoren steigern durch eine Umrüstung von Bestandsanlagen den Wert ihrer Immobilie, da die Klassifizierung im Energieausweis verbessert und eine Vermietung dadurch erleichtert wird.

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