ZVEI European Office

Das ZVEI European Office koordiniert die politische Arbeit der Elektroindustrie auf europäischer Ebene in den Kernthemen Digitale Wirtschaft, Energie und Umwelt und Internationaler Handel. Zudem ist das European Office die Anlaufstelle für die ZVEI-Mitgliedsunternehmen in Brüssel und engagiert sich für ein starkes Europa.

 

Digitale Wirtschaft

 

Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit

 

Internationaler Handel

Ursula von der Leyen als neue Präsidentin der EU-Kommission gewählt

Am 16. Juli 2019 wurde Ursula von der Leyen (CDU) vom Europäischen Parlament als neue Präsidentin der EU-Kommission gewählt. Damit steht die ehemalige deutsche Verteidigungsministerin an der Spitze der Europäischen Union für den Zeitraum 2019-2024. Von der Leyen bekam im ersten Wahlgang 383 Stimmen, was eine knappe Mehrheit von 9 Stimmen bedeutet. Am 1. November 2019 wird Von der Leyen das Amt des scheidenden Präsidenten Jean-Claude Juncker übernehmen, bis dahin muss sie ihr Kabinett zusammenstellen und die 27 EU-Kommissare benennen - einer aus jedem Mitgliedsstaat, sowie gleichviele Frauen und Männer. Zudem muss das Arbeitsprogramm der EU-Kommission für die kommenden fünf Jahre verfasst werden.

Europäisches Parlament

A Union that Strives for More (Von der Leyens Programatik)

Rede Von der Leyens vor der Wahl zur Kommissionspräsidentin

ZVEI: Europas industrielle Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen

 

 

Starker Knoten im europäischen Netzwerk

Drei Kernthemen stehen im Zentrum der politischen Arbeit in Brüssel: Digitale Wirtschaft, Energie und Umwelt und Internationaler Handel. Zudem vertritt das ZVEI European Office die deutsche Elektroindustrie  auch in den Bereichen Industrie 4.0, Standardisierung, Industriepolitik und europäische Forschungspolitik unter dem neuen Horizon Europe Framework. Dabei hat das European Office stets die fünf ZVEI-Leitmärkte Industrie, Energie, Mobilität, Gesundheit und Gebäude im Blick. Der ZVEI arbeitet rund um diese Themen eng mit der Europäischen Kommission, dem Europaparlament und den EU-Vertretern auf Ratsebene und in den EU-Mitgliedstaaten zusammen. Es vertritt dort die Positionen der Elektroindustrie.

Der ZVEI steht mit seinen 1.600 Mitgliedsunternehmen für ein starkes Europa. Die ZVEI-Mitglieder sind in ihren Regionen tief verwurzelt, weltweit aktiv und mit dem Herzen in Europa – dies ist kein Widerspruch, sondern eine Bereicherung und Stärke. Ein starkes Europa bedeutet, dass die deutsche Elektroindustrie im weltweiten Wettbewerb führend bleibt und die globalen Regeln mitbestimmen kann: Gleichzeitig sorgt sie auf diese Weise auf unserem Kontinent für Stabilität und Wohlstand. Die ZVEI-Mitgliedsunternehmen brauchen globale Lösungen und europäischen Zusammenhalt. Für den ZVEI und seine Mitglieder ist die Europäische Union ein Erfolgsmodell, der Garant für Frieden und Freiheit auf europäischem Boden und ein wichtiger Werte-Rahmen, in dem sich unternehmerische Aktivitäten und demokratische Gesellschaften gut entwickeln können.

Zum europäischen Netzwerk des ZVEI zählen auch die europäischen Verbände - Orgalim, T&D Europe, Digitaleurope, Cemep, Cocir und viele anderen sektoralen Organisationen - sowie der BDI und Businesseurope. Der ZVEI engagiert sich dort und arbeitet mit seinen Partnern aus ganz Europa an gemeinsamen Lösungen und Positionen. Zu vielen Themen gibt es auch gemeinsame Initiativen mit den Partnerverbänden aus anderen europäischen Ländern, wie beispielsweise mit Fieec aus Frankreich, Kigeit aus Polen, oder Teknikföretagen aus Schweden.

European Office

Digitale Wirtschaft

Die digitale Transformation der Wirtschaft im Zeitalter von Industrie 4.0 und neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz und Blockchain erfasst jedes Unternehmen in Europa. Der ZVEI setzt sich für die Schaffung einer europäischen Digital-Union ein, mit den gleichen Spielregeln in ganz Europa.

Der europäische Binnenmarkt ist eine der größten Errungenschaften der Europäischen Union. Jetzt geht es um seine Ausgestaltung im Zeitalter der Digitalisierung. Hierfür müssen schnell die richtigen Rahmenbedingungen in Europa geschaffen werden. Notwendig ist auch eine neue strategische europäische Industriepolitik, die kohärent und marktoffen auf die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit setzt.

In ihrer Mitteilung „Strategie für einen digitalen Binnenmarkt für Europa“ setzt die EU-Kommission auf die zeitnahe Umsetzung der EU-Breitbandinitiativen. Für Deutschland bedeutet dies, den Breitbandausbau flächendeckend voranzutreiben.

Der Aufbau einer einheitlichen europäischen Datenwirtschaft im Rahmen des Binnenmarkts ist notwendig: dies ist die Voraussetzung für künstliche Intelligenz „made in Europe“ und digitale Geschäftsmodelle. Europa muss jedoch stärker die internationale Dimension des Datenverkehrs in Betracht ziehen. Daten machen weder an nationalen noch an europäischen Grenzen halt. Im unternehmerischen Geschäftsbereich müssen daher globale, marktnahe und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen die Grundlage für zukünftige Gesetzgebung sein.



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Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit

Der ZVEI unterstützt eine ambitionierte Europäische Energie- und Umweltpolitik. Nur durch erfolgreiche internationale Zusammenarbeit können die Klimaschutzziele erreicht werden.

Die ZVEI-Mitgliedsunternehmen liefern moderne und innovative Technologien für den Übergang zu einer CO2-neutralen Welt. Damit diese zum Einsatz kommen, erarbeitet der Verband die richtigen Rahmenbedingungen und stellt sicher, , dass die Produkte der Elektroindustrie nachhaltig, sicher wiederverwendet und recycelt werden, um so zu einer verstärkten Kreislaufführung beizutragen.

In enger Kooperation mit allen relevanten Interessengruppen und europäischen Dachverbänden entwickelt das ZVEI European Office kohärente Strategien für die Elektroindustrie in den Themenschwerpunkten:

  • Internationale Klimapolitik
  • Europäisches Energiesystem
  • Digitalisierung der Energiewende
  • Nachhaltigkeitspolitik
  • UN-Nachhaltigkeitsziele
  • Kreislaufwirtschaft


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Internationaler Handel

Offene Märkte und globaler Warenverkehr sind eine Grundvoraussetzung für die starke Exportorientierung der Elektroindustrie. Der ZVEI begleitet in Europa eng die Verhandlungen über Freihandelsabkommen und die internationale Handelspolitik der Europäischen Union.

Für die deutsche Elektroindustrie ist der freie und faire Welthandel sehr wichtig, denn die Branche gehört mit einem Ausfuhrvolumen von knapp 200 Milliarden Euro (2017) zu den weltweit vier größten Lieferanten elektrotechnischer und elektronischer Produkte und Systeme. Die Wettbewerbsfähigkeit der Elektroindustrie hängt maßgeblich von ihrer Einbettung in internationale Produktions- und Wertschöpfungsketten ab. Für die Elektrobranche sind offene Märkte und ein möglichst barrierefreies Handelsregime somit eine wichtige Grundvoraussetzung für ihren wirtschaftlichen Erfolg.

Die Europäische Union bemüht sich in den letzten Jahren zur Sicherung des gemeinsamen Wohlstands verstärkt um bilaterale Handelsabkommen mit wichtigen Partnern. Positive Beispiele sind der Abschluss von CETA mit Kanada und von JEFTA mit Japan, welche die wichtige Rolle des zollfreien Handels für die Prosperität und den Wohlstand aller beteiligten Partner zweifelsfrei unterstreichen. Auch ein fair ausgestaltetes Abkommen mit den USA würde der Industrie sehr helfen.

Das Bekenntnis zu freiem Handel und offenen Märkten ist ein zentraler wirtschaftspolitischer Grundsatz des ZVEI. Daher wirbt der Verband dafür, dass die EU auch in Zukunft für einen liberalisierten Welthandel, für eine stabile Welthandelsorganisation (WTO) und gegen Protektionismus eintritt. Die EU sollte dabei soweit möglich auf eigene Schutzmaßnahmen verzichten und in einen konstruktiven Dialog mit globalen Partnern treten.



#EuropaMitUns – Europa geht uns alle an. Europa sind wir alle.

Die Europäische Union sichert Frieden, Freiheit, Demokratie und Wohlstand für rund 500 Millionen Menschen. Diese Errungenschaften in der heutigen Zeit zu bewahren, stellt uns alle vor große Herausforderungen.

Die Welt polarisiert sich zunehmend. Um populistischen und nationalistischen Kräften wirkungsvoll entgegenzutreten, ist ein geeintes, werte- und kompromissorientiertes Europa nötig. Dazu gehört auch die Wandlung Europas zur Digital-Union, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und den EU-Binnenmarkt als Grundlage des heutigen Wohlstands zu stärken.

Mit der Kampagne #EuropaMitUns setzt sich der ZVEI für ein starkes Europa ein. Eines, das die Digitalisierung mitgestaltet und so für die Cybersicherheit der europäischen Bürgerinnen und Bürger sorgt. Und eines, das ambitionierte Ziele im Bereich Energie- und Klimapolitik umsetzt.

Zu einem starken Europa gehören auch die vielen mittelständischen Unternehmen. Die gute Position dieser starken Basis muss in einer künftigen Daten- und Plattformökonomie erhalten werden, um im weltweiten Wettbewerb führend zu bleiben und die globalen Regeln mitbestimmen zu können.

Durch #EuropaMitUns nimmt der ZVEI die Menschen mit in die Zukunft, zeigt, wie wichtig Europa für jeden Einzelnen ist.

Alle Informationen und Neuigkeiten rund um die Kampagne und die #EuropaMitUns-Videoreihe finden Sie hier.

Zur Videokampagne in der Mediathek



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