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19.01.2026

ZVEI: Europa muss nach abermaliger US-Zollankündigung starke Antwort geben

Digitalisierung und Vernetzung ziehen sich durch sämtliche Bereiche unseres Lebens und sind entscheidend für den künftigen Erfolg.

Nach immer neuen US-Importzollankündigungen spricht sich Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, für eine entschiedene EU-Antwort aus.


„Die Trump-Administration droht im Streit um Grönland mit neuen Importzöllen, weil sie glaubt, damit ein scharfes Schwert in der Hand zu haben, um ihre Ziele durchzusetzen. Diese Taktik darf sich Europa nicht mehr länger bieten lassen. Die EU muss entschieden antworten und sollte sich hier nicht vorführen lassen.

Dass es bei den Zöllen schon lange nicht mehr nur um Handelspolitik geht, dürfte nun endgültig klar sein. Dieser Schritt kompromittiert aber auch, das ohnehin schon stark angeschlagene Vertrauen in die USA als zuverlässigem Partner. Und auch andere regionale Spieler der Weltpolitik zeichnen sich nicht durch Verlässlichkeit aus.

Deshalb müssen wir den europäischen Binnenmarkt weiter stärken und zunehmend eigene Kapazitäten für die Produktion zentraler Güter und Technologien aufbauen und fördern. Die Kommission sollte jetzt handeln und nach Möglichkeit ihren Vorschlag für den Industrie Accelerator Act am 29.Januar nutzen, um eine klare Antwort zu geben.“ 

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