Märkte

Der Bereich Konjunktur und Märkte des ZVEI liefert regelmäßig Daten, Zahlen und Fakten zur Struktur und Entwicklung der deutschen sowie der internationalen Elektro- und Digitalindustrie (z.B. Weltmarkt Elektro- und Digitalindustrie, Länderinformationen).

Weltmarkt

ZVEI-Welt-Elektromarkt

September 2026

ZVEI-Weltmarkt Elektro- und Digitalindustrie - Ausblick bis 2027

Der Weltmarkt für Güter der Elektro- und Digitalindustrie kratzt an der 6-Billionen-Euro-Marke. Dies geht aus jüngsten Modell-Berechnungen des ZVEI hervor, wonach der globale Elektromarkt im Jahr 2025 einen Wert von 5.974 Mrd. € erreicht hat. Nach einem Anstieg von 5% im letzten Jahr erwartet der Verband für das aktuelle Jahr ein nominales Marktwachstum in Höhe von 7%. Auch im kommenden Jahr sollte die Dynamik mit einem Plus von 6% über dem langjährigen Mittel liegen (Ø 5% p.a. seit 1995).

Einzelne Länder & Regionen

September 2026

Entwicklung chinesischer Elektro-Exporte

Seit der Covid-Pandemie sind Chinas Elektro-Exporte stark gestiegen, während die Importe zurückgingen. Das Exportwachstum verlagerte sich vor allem in Schwellenländer; in westlichen Industrieländern fiel es moderater aus. Ursachen sind eine gestiegene Wettbewerbsfähigkeit, schwache Binnennachfrage in China sowie staatlich gestützte Überkapazitäten. Für Deutschland stiegen die Elektroimporte aus China deutlich an, das Handelsdefizit erreichte 2025 seinen zweithöchsten Wert. Auch sich im Gesamtbild kein eindeutiger Beleg für Handelsumlenkungen oder eine Importschwemme zeigt, finden sich in einzelnen Bereichen durchaus auffällige Steigerungen der wert- und mengenmäßigen Elektroexporte aus China nach Deutschland.

August 2026

Der EU-Binnenmarkt - Erfolgsfaktor für die dt. Elektro- und Digitalindustrie

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ist mit dem EU-Binnenmarkt eng verwoben. Das gilt für eigene Exporte, Zulieferungen wie auch Auslandsstandorte. Nach der EU-Osterweiterung – als bislang letztem großen Schritt der EU-Integration – haben vor allem die Verflechtungen mit Osteuropa stark zugenommen. Unterm Strich zeigt sich, dass davon aber insbesondere auch die Elektro- und Digitalindustrie am deutschen Standort profitiert hat.

 

Juli 2026

Preisliche Wettbewerbsfähigkeit gegenüber China

China ist auf Einzelländer-Ebene der mit Abstand größte Handelspartner der deutschen Elektro- und Digitalindustrie und auch ihr größter ausländischer Investitionsstandort. Auch wenn die Volksrepublik ein wichtiger Lieferant und Absatzmarkt bleibt, rückt die Konkurrenz durch chinesische Produkte in Deutschland, Europa und auf Drittmärkten zunehmend in den Vordergrund. In der gegenwärtigen Diskussion um einen zweiten China-Schock spielt die preisliche Wettbewerbsfähigkeit eine zentrale Rolle. Auch für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie lässt sich seit 2020 ein deutlicher Preisnachteil zeigen, der nicht durch entsprechende Wechselkursanpassungen ausgeglichen wird. Ähnliche Beobachtungen für andere Industriezweige haben zu Vorwürfen der Währungsmanipulation gegenüber China geführt.

ZVEI-Außenhandelsreport "Spezial"

Juni 2026

ZVEI-Außenhandelsreport „Spezial“: Südkorea

Südkorea ist eine der führenden Industrienationen und noch vor Deutschland der viertgrößte Elektro- und Digitalmarkt der Welt. Die südkoreanische Industrie kann von mehreren ökonomischen Trends profitieren, konkurriert aber auch direkt mit dem großen Rivalen China. Auch wenn die deutschen Elektroexporte nach Südkorea im vergangenen Jahr gesunken sind, bleibt das Land gerade im Halbleiterbereich einer der zentralen Lieferanten für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie.

Mai 2026

ZVEI-Außenhandelsreport "Spezial": Indien

Indien ist das bevölkerungsreichste Land der Welt, die sechstgrößte Volkswirtschaft und ebenfalls der sechstgrößte Elektromarkt. Indiens Elektro- und Digitalmarkt wächst zudem dynamisch, was sich u.a. in der Verneunfachung der deutschen Exporte in das Land seit dem Jahr 2000 zeigt. Auch wenn Indien noch nicht die Bedeutung seines Nachbarn China erreicht hat, fördern geopolitische Entwicklungen und hohe Wachstumsraten Indiens wirtschaftlichen Aufstieg und seine Rolle als wichtiger Handelspartner der deutschen Elektro- und Digitalindustrie.

April 2026

Auswirkungen des Iran-Kriegs

Der Iran hat als Reaktion auf die militärischen Angriffe durch Israel und die USA die Straße von Hormus so gut wie gesperrt. Die Meerenge passieren in Friedenszeiten etwa 20 Prozent des weltweiten Ölbedarfs, die dem Weltmarkt nun aktuell nicht mehr zur Verfügung stehen. Dies trifft die deutsche Elektro- und Digitalindustrie dabei nicht nur in Form von steigenden Energiepreisen, vielmehr verteuern sich auch andere Vorprodukte aus der Region. Unter Umständen wird auch deren Verfüg-barkeit stark eingeschränkt. Zudem steigen Transportkosten, Versicherungs- sowie Risikoprämien. Insbesondere gehen mit dem induzierten Angebotsschock aber makroökonomische Risiken einher. Insgesamt macht der Iran-Konflikt abermals deutlich, wie wichtig eine Entkoppelung von fossilen Energieträgern für mehr Resilienz und Unabhängigkeit bzw. Souveränität unserer Volkswirtschaft ist. Eine entschlossene Forcierung der Elektrifizierung bleibt daher unabdingbar.