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15.06.2021

ZVEI-Fachtagung Elektromotoren und Transformatoren 2022: Call for Papers

Am 27. Januar 2022 findet in Fulda die 7. Fachtagung Elektromotoren und Transformatoren des ZVEI-Fachverbands Electrical Winding & Insulation Systems statt.

Kleiner, leichter und effizienter! Dies kann als Dauer-Motto angesehen werden. Denn ganz gleich ob E-Motoren, Transformatoren oder Generatoren, die Forderung hiernach gilt für alle elektrischen Maschinen. Und damit unweigerlich verbunden steigen die Leistungsdichten und damit die Herausforderungen an Isolationsmaterialien und Prozesstechnologien. 
Im Focus stehen neueste Trends und Innovationen, um den damit einhergehenden Herausforderungen gerecht zu werden. Die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Komponenten und Materialien für den Motoren- und Transformatorenbau sollen unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden.

Namhafte Hersteller und Lieferanten stellen sich der Diskussion mit dem Anwender. Neueste Entwicklungen im Bereich der Standards runden das Programm ab.
Die Veranstaltung findet im 2-Jahres-Turnus statt. 

⇒ Vorschläge für Vorträge werden gerne angenommen. 

 

Genau an diesem Punkt setzte die Fachtagung 2020 des ZVEI Fachverbands EWIS an:  Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation.

Mehrere Mitgliedsfirmen präsentierten den letzten Stand der Entwicklungen bei festen, flexiblen und flüssigen Isolierstoffen. Auch zeigte man neueste Innovationen und intelligente Möglichkeiten bei der Auswahl und dem Einsatz von Elektroisoliermaterialien.

Vorträge vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Uni Stuttgart gaben einen tiefen naturwissenschaftlichen Einblick in manche Problemstellungen, die durch die Elektromobilität erst zu Tage treten. Denn die hohen Anforderungen an Energieeffizienz und Bauraum im Antriebsstrang sind extrem und übersteigen oft die im industriellen Umfeld bereits hohen Standards.

Kleiner, leichter und effizienter: Das sind die zentralen Forderungen, insbesondere aus der Elektromobilität.

Diese Forderungen führen zu einer Grenzbetrachtung. Werkstoffe aus immer höheren Wärmeklassen werden benötigt, die Gefahr von Teilentladungen ergeben sich durch die hohen Spannungsebenen und die Auswahl optimaler Werkstoffe gewinnt bei der Effizienzsteigerung zunehmend an Bedeutung.

Auf alle diese Fragen gaben die Vorträge der Mitgliedsfirmen Antworten. Ein Schwerpunkt waren die Neu- und Weiterentwicklungen von Materialien 

  • wie flexible Elektroisoliermaterialien 
  • Materialien zur Erhöhung der Wärmeleitfähigkeit im Bereich der Imprägnierung und flex Materialien 
  • Detailverbesserung, z.B. durch die Verwendung von Gleitlackdraht, der eine Beschleunigung des Wickelprozesses ermöglicht 
  • die Verwendung von effizienzoptimierenden Profildrähten mit vergleichsweise dicker Isolationsschicht für Anwendungen, in denen hohe Überspannungen auftreten können (z.B. Betrieb an einem Frequenzumrichter) 

Herr Sebastian Aumann von Isovolta spannte dabei ebenso wie Herr Dr. Ing. Christoph Herold von Von Roll den normativen Rahmen über die Produkte des Fachverbandes. Normen und die dazugehörigen Testverfahren sorgen für Sicherheit und Zuverlässigkeit in der Hochvolt-Technik. Wobei Herr Prof. Dr.-Ing. Stefan Tenbohlen von der Universität Stuttgart in seinem Vortrag berechtigt darauf hinwies, dass noch etliche normative Grundlagen zu erarbeiten sind. Insbesondere durch den Einsatz moderner elektronischer Bauelemente werden Isolationen anders belastet wie im klassischen 50/60 Hertz Netz.

Produktvorstellungen von Herrn Hannes Forster, Elantas, Dr. Andreas Levermann, Schwering &Hasse und Jens Hildenbrand, Krempel, zielten denn auch auf die erhöhten Anforderungen an moderne Elektromotoren und Transformatoren für die Energieversorgung ab: gestiegene Temperaturklassen und Einsatz von Hochleistungswerkstoffen unter Berücksichtigung der kommerziellen Anforderungen an die Kosteneffizienz.

Dass die gewählten Themen passten, bewiesen die Diskussionen im Anschluss an die Vorträge und die intensiven Gespräche in den Pausen im Rahmen einer Posterausstellung. An insgesamt 15 Ständen fand ein reger Austausch von Informationen und Fragestellungen zwischen Anbietern und Kunden statt.

Innovation und Time to Market werden neben der Digitalisierung die Schlüsselkompetenzen sein, die erfolgreiche Unternehmen im nächsten Jahrzehnt auszeichnen werden.

Wir als Fachverband EWIS wollen Sie gerne dabei unterstützen. Nutzen Sie das Know-how unserer Mitglieder. Wir decken einen weiten Teil der Value Chain vom Material- über Anlagen- bis hin zum Komponentenhersteller ab. Nur gemeinsam können wir erfolgreich sein und die Herausforderung des Marktes meistern. 

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