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12.07.2023

Digital-Product-Passport: Lösung für den strukturierten Produktdaten-Austausch

Der Weg der EU zur Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit und die damit verbundenen politischen Instrumentarien sind für alle Hersteller im europäischen Wirtschaftsraum wettbewerbsrelevant. Der European Green Deal definiert in mehreren Stufen neue Einsparungs- und Transformationsziele – u.a. eine größtmögliche Transparenz in den Produktlieferketten und umweltspezifische Einsparziele, wie z. B. den CO2-Fußabdruck. In diesem Kontext wird es zur Einführung eines Digitalen Produktpasses kommen, der es ermöglicht, auf verschiedene Informationen zu einem Produkt über dessen Lebenszyklus hinweg zuzugreifen.

Digitale Produktpässe werden ein wichtiger Baustein für Hersteller werden. Neben produktspezifischen Kennzahlen können dort auch detaillierte Informationen zur Lieferkette des Einzelprodukts oder Betriebsanleitungen hinterlegt werden. Allerdings werden die Bürokratieaufwände für die Umsetzung ohne ein automatisiertes Datenmanagement explodieren.

Der ZVEI zeigt mit dem Digitalen Produktpass für Industrie 4.0, wie zukünftige regulatorische Anforderungen an die Dokumentation und Bereitstellung von Produktinformationen technisch erfüllt werden können. Die internationalen Standards zur eindeutigen Identifikation von Produkten (IEC 61406 – Identifizierungslink) und zur Strukturierung von Produktinformationen (IEC 63278 – Verwaltungsschale) bilden dabei die Basis des DPP4.0. 

Da die regulatorischen Anforderungen nicht nur die Hersteller von Automatisierungslösungen betreffen, sondern auch den gesamten Gebäudemarkt, hat den Beirat des Fachverbands Elektroinstallationssysteme beschlossen, den erprobten Prozess des Fachverbands Automation zum DPP eines Schaltschranks auf die Elektroinstallation zu übertragen.

Im Juli startete hierzu die Initiative "Show-Case DPP@EIS". Beispielhaft wird eine fiktive Elektroinstallation in einem Wohngebäude den Product Carbon Footprint (PCF) der Gesamt-Elektroanlage und der jeweils verbauten Produkte dem Anwender über eine App zeigen.

Im Level 2.0 des Projekts wird es möglich werden, auch Komponenten aus den Bereichen Licht, Sicherheit und Hauswärme zu integrieren, um dann beispielhaft das Gebäude mit einem DPP abzubilden.

Der ZVEI präsentiert den Show-Case von 3. bis 8. März 2024 im Rahmen der Light + Building in Halle 12.1. Perspektivisch ist eine Art Roadshow zu verschiedenen Messen, Kongressen und anderen Formaten geplant. 

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