Moderne Sicherheitssysteme helfen Leben retten

Öffentliche Räume lassen sich durch gezielte Vorbereitung, gute Organisation und die Verwendung moderner Sicherheitstechnik effektiv und nachhaltig schützen. Im Falle eines Brandes oder bei Gewalt können Rettungskräfte unmittelbar eingreifen. Durch den Einsatz von Sprachalarmanlagen kann die Evakuierung von Gebäuden vereinfacht und beschleunigt werden, da gefährdete Personen direkt angesprochen werden. Auch Videoanlagen erlauben einen direkten Einblick in das Geschehen. Weitere unverzichtbare Komponenten sind ein angepasster Brandschutz, ein funktionsfähiger Rauch- und Wärmeabzug sowie eine durchdachte Fluchtwegsteuerung. Um ein optimales Zusammenspiel aller Komponenten zu gewährleisten, sollten die Träger öffentlicher Einrichtungen, Polizei, Feuerwehr und Bauaufsicht schon bei der Planung der verwendeten Sicherheitssysteme mit einbezogen werden.​ ​

​Bevölkerungsschutz im Krisenfall​ ​

In den 90er Jahren sind Sirenen zur Warnung in Katastrophenfällen großflächig abgebaut worden. Rauchwarnmelder könnten die Lücke schließen: Ausgerüstet mit einem Chip, der zusätzliche Funktionen enthält und über Funk auslöst wird, können die Geräte, die bei Brandrauch Alarm schlagen und bereits in einem Drittel aller Haushalte installiert sind, auch als Katastrophenmelder eingesetzt werden. Dann senden sie einen normierten Ton oder kurze Warnhinweise. Dadurch könnte die Bevölkerung selbst nachts geweckt und aufgefordert werden, sich über Radio, Fernseher oder Internet weiter zu informieren.​​

​Schulen und Kindergärten effektiv schützen

Sicherheitssysteme an Schulen dienen der Prävention und helfen bei unmittelbarer Gefahr: So haben über die Zutrittskontrolle nur autorisierte Personen Zugang zum Gebäude. Einbruchmeldeanlagen registrieren Bewegungen an Türen und Fenstern und schützen vor Vandalismus. Brandmelde-, Sprachalarm- und Videoanlagen führen zu einer raschen Alarmierung gefährdeter Personen oder Rettungskräften. Die Systeme dienen einer sofortigen Lageerkundung. Situationsbedingt oder auf Anweisung bleiben Personen entweder in abgeschlossenen Räumen oder werden aufgefordert, das Gebäude zu verlassen.​ ​

Marktdaten des Fachverbandes

Der Markt der elektronischen Sicherheitstechnik in Deutschland hat sich 2017 erneut mit stabilem Wachstum gezeigt. Der Umsatz ist im Vergleich mit dem Vorjahr um 6,1 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro gestiegen. Die Branche geht von einem stabilen, aufwärts gerichteten Trend auch für die Zukunft aus. 

Weitere strategische Wachstumsperspektiven werden in der Digitalisierung und Vernetzung der Sicherheitstechnik mit anderen Gewerken und in der Serviceorientierung gesehen. 

Der Umsatz mit Brandmeldetechnik -dem nach wie vor größten Segment der Sicherheitstechnik, das zudem stark von der Baukonjunktur abhängig ist - ist 2017 um acht Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro gewachsen. Hohes Wachstum verzeichnen Zutrittsmanagementsysteme mit einem Plus von über sieben Prozent auf knapp 330 Millionen Euro. Videotechnik hat unter dem Eindruck der Sicherheitsdebatte mit einem Plus von fast sechs Prozent auf 540 Millionen stark zugelegt, ebenso Sprachalarminierungstechnologie mit Plus sechs Prozent auf 106 Millionen Euro. Etwas verhaltener ist das Umsatzwachstum bei Überfall- und Einbruchmeldeanlagen mit 3,8 Prozent. Die übrigen Gewerke wie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA), Rufanlagen nach DIN VDE 0834 und sonstige Systeme und Komponenten verzeichnen eine stabile Entwicklung.

Die Grafik zu den Marktdaten finden Sie hier.

29.09.2017

Rufanlagen nach DIN VDE 0834

Hinweise zu Planung, Installation, Betrieb und Instandhaltung von Rufanlagen nach DIN VDE 0834, z. B. in Krankenhäusern, Alten-...

Der Fachverband Sicherheit im ZVEI adressiert die beiden Leitmärkte: „Safety“ – Schutz von Menschenleben, technische Sicherheit von Anlagen und Gebäuden und „Security“ – Schutz von Bevölkerung und Infrastrukturen.