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29.04.2026
Bedarfsplangesetz-Novelle: ZVEI befürchtet verlangsamten Netzausbau
Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, sieht im Kabinettsbeschluss zum Bundesbedarfsplangesetz das Risiko von Investitionsfrust und Verzögerungen beim Netzausbau:
- „Es ist grundsätzlich richtig, dass die Bundesregierung Gesamtkosten und Ausrichtung des Energiesystems überprüft. Der nötige Stromnetzausbau sollte so zielgerichtet und effizient wie möglich umgesetzt werden. Wir brauchen aber Tempo, kein unnötiges Hin und Her.“
- „Der Kabinettsbeschluss schwächt die Investitionsbereitschaft und die Planungssicherheit. Die Hersteller von Netzkomponenten, wie etwa Kabelhersteller, benötigen für ihre Investitionen verlässliche Bedingungen."
- „Auch wenn der Strombedarf wegen der industriellen Krise aktuell zurückgegangen ist: Die heutige Netzplanung ist relevant für die Netze ab 2035. Der langfristige Strombedarf wird deutlich steigen – die Elektrifizierung von Industrie, Mobilität und Wärmeversorgung treibt diese Entwicklung ebenso wie der notwendige Ausbau von Rechenzentren."