Presse

23.03.2026

Deutsche Elektroexporte dank Binnenmarkt mit Plus auch zum Jahresbeginn

Auch zum Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ein Exportplus: Im Januar erzielten die aggregierten Branchenlieferungen ins Ausland einen Wert von 20,4 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 4,1 Prozent gegenüber Vorjahr entspricht. “Damit setzt sich die Serie zunächst fort”, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. “Seit September letzten Jahres konnten die Ausfuhren in jedem Monat zulegen."

Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Güter rückten im Januar dagegen kaum vor. Mit 21,6 Milliarden Euro fielen sie nur um 0,5 Prozent höher aus als ein Jahr zuvor.

Zur Erinnerung: 2025 waren die Elektroexporte um 5,1 Prozent auf 257,5 Milliarden Euro gestiegen. Die Einfuhren hatten hier um stärkere 8,0 Prozent auf 274,9 Milliarden Euro angezogen.

Wie bereits durchgängig im vergangenen Jahr trugen auch im Januar 2026 insbesondere die Ausfuhren in den EU-Binnenmarkt zum Exportwachstum der Branche bei. So konnten die deutschen Elektrolieferungen in die EU um 10,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 11,0 Milliarden Euro gesteigert werden.

Zweistellige Zuwächse verzeichnete die Branche dabei bei den Ausfuhren nach Polen (+ 32,7 % auf 1,2 Mrd. €), Rumänien (+ 22,8 % auf 493 Mio. €), Portugal (+ 20,2 % auf 234 Mio. €), Italien (+ 15,9 % auf 1,0 Mrd. €), Tschechien (+ 14,3 % auf 1,0 Mrd. €), Ungarn (+ 11,5 % auf 707 Mio. €) und Spanien (+ 10,2 % auf 829 Mio. €).

Auch die Exporte nach Schweden (+ 9,2 % auf 384 Mio. €), in die Niederlande (+ 7,8 % auf 1,2 Mrd. €), nach Österreich (+ 7,4 % auf 920 Mio. €), in die Slowakei (+ 6,3 % auf 242 Mio. €) und nach Frankreich (+ 4,3 % auf 1,3 Mrd. €) rangierten im Januar 2026 über ihrem jeweiligen Vorjahreswert.

Rückgänge gab es im Januar dagegen bei den Lieferungen nach Belgien (- 1,2 % auf 473 Mio. €) und Dänemark (- 16,1 % auf 279 Mio. €).

In die Länder außerhalb der EU lieferte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Januar Waren im Wert von 9,4 Milliarden Euro. Das waren 2,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die Ausfuhren nach China legten im Januar mit plus 11,4 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro kräftig zu. “Dies war nicht zuletzt einem schwachen Vorjahreswert und damit einem Basiseffekt zu verdanken”, so Gontermann. “Dagegen fielen die Exporte in die USA im Januar wiederum zweistellig zurück, und zwar um minus 15,1 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.“

Unter den weiteren Drittländern zeigte sich ein mehrheitlich schwaches Bild: Zwar konnten im Januar die Elektroexporte nach Malaysia (+ 14,3 % auf 224 Mio. €), in die Schweiz (+ 11,8 % auf 756 Mio. €), nach Mexiko (+ 5,8 % auf 297 Mio. €) und Singapur (+ 3,1 % auf 146 Mio. €) teils deutlich gesteigert werden.

Dagegen lagen die Ausfuhren in die Türkei (- 0,3 % auf 341 Mio. €), nach Südkorea (- 1,2 % auf 212 Mio. €), Japan (- 4,7 % auf 244 Mio. €), Hongkong (- 7,7 % auf 151 Mio. €), Brasilien (- 9,7 % auf 138 Mio. €), in die VAE (- 15,7 % auf 137 Mio. €), nach UK (- 24,7 % auf 717 Mio. €) und Taiwan (- 28,7 % auf 230 Mio. €) allesamt im Minus.

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