Pressebereich
11.02.2026
EU verliert wertvolle Zeit im Rennen um Wettbewerbsfähigkeit
Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, sagt im Vorfeld des European Industry Summit und des EU-Sondergipfels zu Wettbewerbsfähigkeit und Binnenmarkt:
„Mehr Wettbewerbsfähigkeit für Europa ist dringend nötig. Doch von Tempo ist die EU derzeit weit entfernt.
Seit ungefähr einem Jahr wird über die Omnibus-Pakete diskutiert. Diese sollen die Regulierung auch im Digitalbereich vereinfachen – beispielsweise beim AI Act. Greifbare Fortschritte gibt es bis heute nicht. Wenn das so weitergeht, droht die EU-Kommission eher mit der ‚Entdeckung der Langsamkeit‘ als mit Reformkraft in Erinnerung zu bleiben.
Besonders problematisch ist, dass industrielle KI weiterhin Teil des AI Act ist. Industrielle KI darin zu regulieren, ist wie Tempo 30 auf der Autobahn – wir bremsen uns selbst aus. Das darf nicht sein."
Industrielle KI ist Europas Stärke für die Zukunft. Die ZVEI-Mitgliedsunternehmen haben bei industriellen KI-Anwendungen eine starke Ausgangsposition. Der ZVEI fordert deshalb weiterhin, industrielle Anwendungen aus dem AI Act herauszunehmen. Nur mit klaren, praxistauglichen Regeln kann industrielle KI ihre Stärke für Europas Wettbewerbsfähigkeit entfalten.