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26.03.2026
PFAS-Regulierung darf Fortschritt nicht ausbremsen
Anlässlich des Starts der öffentlichen Konsultation zur SEAC-Stellungnahme fordert Christian Eckert, ZVEI-Bereichsleiter Nachhaltigkeit und Umwelt, die sozioökonomischen Auswirkungen sorgfältig und umfassend zu bewerten. Der Verband warnt davor, dass ein pauschales Gruppenverbot nicht mit der industriellen Realität vereinbar wäre. Im Gegenteil könnte es stabile Lieferketten gefährden und die nachhaltige Transformation Europas gefährden.
Eckert im Einzelnen dazu:
- „Der ZVEI unterstützt ausdrücklich das Ziel, Risiken für Umwelt und Gesundheit wirksam zu reduzieren. Gleichzeitig darf Regulierung zentrale industrielle und gesellschaftliche Funktionen nicht unbeabsichtigt gefährden.“
- „Der derzeitige Ansatz läuft auf ein pauschales und sehr weitreichendes Gruppenverbot hinaus. Das gefährdet an vielen Stellen den Fortschritt der Industriegesellschaft, ohne dass Umwelt oder Verbraucher tatsächlich profitieren.“
- „Stattdessen braucht es eine gezielte Regulierung einzelner Anwendungen – dort, wo tatsächlich ein nachgewiesenes Risiko besteht und praktikable Alternativen verfügbar sind.“
- „Wir brauchen eine resiliente kritische Infrastruktur. Stromnetze, Rechenzentren, Leistungselektronik oder industrielle Steuerungssysteme sind zentrale Bausteine der digitalen und industriellen Transformation Europas – und bei einem pauschalen PFAS-Verbot könnten wir vieles nicht mehr tun, was dringend nötig ist.“
- „Gerade mit dem rasanten Ausbau von Künstlicher Intelligenz wächst der Bedarf an leistungsfähigen Rechenzentren und stabilen Stromnetzen massiv. Diese Infrastrukturen sind ohne spezielle Hochleistungsmaterialien – darunter PFAS-basierte Komponenten – nicht realisierbar.“
- „Die laufende Konsultation muss daher stärker in den Blick nehmen, welche Rolle diese Materialien für die technologische Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Resilienz Europas spielen.“