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24.03.2026
ZVEI: EU-Australien-Abkommen stärkt Rohstoffzugang und Lieferketten
Der ZVEI unterstützt die erfolgreiche Einigung auf ein Freihandelsabkommens zwischen der EU und Australien.
Dr. Nikolas Keßels, ZVEI-Bereichsleiter Global Affairs und Konjunktur, sagt dazu:
- "Europa braucht die strategische Partnerschaft mit Australien. Der letzte Anlauf für ein Abkommen scheiterte an der Einfuhr von rund 112.000 Rindern in die EU. Umgerechnet wäre damals ein australisches Rind auf 641 EU-Rinder gekommen. Es ist gut, dass sich die Partner mit solchen Spielchen nicht aufgehalten haben."
- "Australien ist ein Schlüsselpartner für resiliente Lieferketten und den Zugang zu kritischen Rohstoffen – genau das, was Europas Industrie jetzt braucht. Mit dem Abkommen wird dieser gesicherte Zugang zu Lithium, Nickel, Kobalt, Kupfer und Seltenen Erden dazu beitragen, den Bedarf der EU zu stabilisieren. Das ist auch entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung des aktuellen Transformationsprozesses."
- "Australien ist für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ein Handelspartner mit wachsender Bedeutung: Die Branchenexporte nach Australien stiegen im Jahr 2025 mit 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich stark an. Auch die Importe legten im selben Zeitraum mit einem Plus von 15,5 Prozent deutlich zu."
- "Diese wachsende Handelsdynamik zeigt: Das neue Abkommen wird dazu beitragen, Lieferketten weiter zu diversifizieren, einseitige und kritische Abhängigkeiten zu reduzieren und gemeinsam transparente, nachhaltige Wertschöpfungsketten zu stärken."