Presse

03.03.2026

ZVEI: Heimisches Mikroelektronik-Ökosystem weiter unter Druck

Die Bundesregierung plant, den Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt, Technikfolgenabschätzung am Mittwochmorgen zu ihrer Mikroelektronik-Strategie zu unterrichten. Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, sieht in diesem Umfeld wachsenden Handlungsdruck.

„Mit ihrer Mikroelektronik-Strategie setzt die Bundesregierung die richtigen Schwerpunkte. Entscheidend ist, dass diese Strategie konsequent umgesetzt wird.  Dabei muss sie sich prioritär an den Bedarfen der industriellen Anwender orientieren. 

Aktuell zeigt sich erneut, wie fragil die Lieferketten in der Mikroelektronik sind. Neben den weiterhin bestehenden Unsicherheiten rund um Nexperia sehen wir Herausforderungen bei Speicherchips. Der KI-Boom hat dazu geführt, dass die Hersteller ihre Produktion auf dieses Wachstumsfeld ausrichten. Andere Abnehmer werden dadurch nach hinten priorisiert. Für sie verlängern sich die Lieferzeiten. Diese Situation kann sich in den nächsten Wochen weiter verschärfen.

Umso wichtiger ist es, dass Europa sein eigenes Mikroelektronik-Ökosystem stärkt – von der Leiterplatte über die Elektronikfertigung bis hin zum Halbleiter. Denn die Mikroelektronik bleibt ein zentrales Nadelöhr in unserer gesamten industriellen Wertschöpfungskette.“
 

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