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13.02.2026
ZVEI: Neues Netzpaket droht Energiewende auszubremsen
- Deutschlandgeschwindigkeit für Netzausbau und Netzdigitalisierung notwendig
Das sogenannte Netzpaket des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie soll den Ausbau von Erzeugungs-, Speicher- und Verbrauchsanlagen stärker mit dem Netzausbau synchronisieren und die bestehenden Netzanschlussverfahren grundlegend reformieren.
Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, sieht den aktuellen Entwurf dieses Netzpakets kritisch:
- „Der Vorschlag – sollte er so kommen – würde der Energiewende, der Elektrifizierung sowie dem Wirtschaftswachstum einen Bärendienst erweisen. Er schafft weiteres Durcheinander beim drängenden Thema Netzanschlüsse, verunsichert Investoren von Rechenzentren, dringend benötigten Stromspeichern und Erneuerbaren.“
- „Unser Ziel muss echte „Deutschlandgeschwindigkeit“ beim Ausbau und der Digitalisierung der Stromnetzinfrastruktur sein – nicht eine sich gegenseitig verschärfende Drosselung beim Ausbau von Erneuerbaren, Speichern und Netzen. Wir sollten darüber sprechen, wie Netzbetreiber genau dieses Tempo für eine zukunftsfeste Infrastruktur und moderne Prozesse aufnehmen können.
- „Netzengpässe sollten nicht dadurch vermieden werden, dass der Einspeiser zehn Jahre auf Entschädigungszahlungen für abgeregelten Strom verzichten muss, sondern durch mehr Netzausbau.“
- „Das Ziel von mehr Effizienz in der Energiewende teilen wir. Ein Ausbremsen beim Aus- und Umbau unserer Infrastrukturen macht die Energiewende aber nicht günstiger, sondern teurer. “
- „Die ins Stocken geratenen Netzanschlussverfahren sind ein Flaschenhals. Zur Auflösung sind bundesweit einheitliche Standards notwendig – nicht je nach Netzregion unterschiedlich gesetzte Regeln und Prozesse. Das geht bis hin zum Aufbau und Betrieb von Webportalen für die Abwicklung. Ein Nebeneinander verschiedener Systeme, organisatorischer Prozesse und Kommunikationsschnittstellen geht nur zulasten von Tempo und Kosteneffizienz.“