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11.08.2025

Um Innovationszyklen, Qualitätsanforderungen und enormem Preisdruck gerecht zu werden, sind Produkt- und Prozessänderungen (PCN) unvermeidlich.
Änderungen an elektronischen Bauteilen (aktive und passive Bauelemente) können aus den unterschiedlichsten Gründen notwendig werden. Einige können beispielsweise entwicklungsbedingt sein, andere können qualitative oder logistische Gründe haben.
Gemäß international vereinbarter Standards müssen Änderungen an elektronischen Bauteilen vom Hersteller qualifiziert, gemeldet und oft vom Kunden genehmigt werden. Leider ist der PCN-Prozess oft sehr aufwendig und dauert viele Monate oder sogar Jahre. Gründe dafür sind:
Um den Genehmigungsprozess zu beschleunigen, schlägt die Arbeitsgruppe „PCN-Methodik” vor, die Kommunikation zwischen der zweiten Ebene (Komponentenhersteller) und der ersten Ebene (Hersteller elektronischer Steuergeräte) zu verbessern.
Es wurde ein standardisierter Informationssatz für Änderungsmitteilungen von der zweiten zur ersten Ebene (PCN-Formular) entwickelt, der Informationen zu möglichen Auswirkungen enthält.
Auf der Grundlage der während der Umstellung auf bleifreie Produkte entwickelten und erfolgreich eingesetzten Qualifizierungsmatrix hat die ZVEI-Gruppe eine Delta-Qualifizierungsmatrix (DeQuMa) mit typischen Änderungen bei passiven Bauteilen, integrierten Schaltkreisen, diskreten Halbleitern, LEDs und MCMs erstellt. In dieser sind die zur Bewertung der technischen Auswirkungen der Geräteänderungen in der Anwendung zu berücksichtigenden Tests angegeben.
Der gesamte Prozess sowie die Verwendung des „PCN-Formulars” und der „DeQuMa” sind in der ZVEI-Richtlinie „Leitfaden für Kundenbenachrichtigungen über Produkt- und/oder Prozessänderungen (PCN) von elektronischen Bauteilen für Automobilanwendungen” beschrieben.