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30.05.2025
ZVEI-Stellungnahme zur Vereinfachung des Verwaltungsaufwands im Umweltrecht (EU WEEE)

Der ZVEI hat sich im Rahmen der Konsultation zur Überarbeitung der europäischen WEEE-Richtlinie für eine stärker praxisorientierte und europaweit harmonisierte Ausgestaltung der Elektroaltgeräte-Regeln ausgesprochen. Im Mittelpunkt der Stellungnahme stehen realistische Sammelziele, eine bessere Durchsetzung bestehender Vorgaben sowie höhere Qualitätsstandards bei Sammlung, Behandlung und Recycling. Die Elektro- und Digitalindustrie warnt davor, neue Zielwerte oder Berichtspflichten einzuführen, ohne zuvor Datenqualität, Marktrealitäten und technische Machbarkeit ausreichend zu berücksichtigen.
Aus Sicht des ZVEI muss der Fokus darauf liegen, Altgeräte überhaupt in die offiziellen Sammel- und Recyclingstrukturen zu bringen. Wir halten dafür mehr Verbraucheraufklärung, eine konsequentere Marktüberwachung sowie europaweit einheitliche Vollzugsstandards für nötig. Gleichzeitig spricht sich der ZVEI dafür aus, bestehende Recyclingstandards wie die EN-50625-Normen weiterzuentwickeln und international stärker zu verankern.
Mit Blick auf Kreislaufwirtschaft und kritische Rohstoffe müssen Recyclingquoten und Vorgaben zum Rezyklateinsatz technologisch und wirtschaftlich umsetzbar bleiben. Insbesondere beim Kunststoffrecycling bestehen Herausforderungen durch Flammschutzmittel, Qualitätsanforderungen und fehlende Mengen hochwertiger Rezyklate. Auch bei der Rückgewinnung kritischer Rohstoffe sollten ein kohärenter regulatorischer Rahmen sowie belastbare Folgenabschätzungen bestehen, bevor neue verbindliche Ziele eingeführt werden.
Die gesamte Stellungnahme zu den EU-WEEE-Regeln finden Sie hier zum Download.