05.08.2026
Aktuelle Kennzahlen aus dem Bereich Konjunktur und Märkte
Im Mai 2026 hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie knapp ein Fünftel (+19,0%) mehr neue Bestellungen eingesammelt als ein Jahr zuvor.
Während die Auftragseingänge aus dem Inland um 7,8 Prozent anzogen, orderten ausländische Kunden 27,2 Prozent mehr. Treiber waren hier diesmal die Bestellungen aus Ländern außerhalb der Eurozone, die im Mai um 43,0 Prozent hochschnellten. Geschäftspartner aus dem gemeinsamen Währungsraum fuhren ihre Orders dagegen um 1,6 Prozent zurück.
Im insgesamt aussagekräftigeren Gesamtzeitraum der ersten fünf Monate d.J. erzielten die Auftragseingänge ein Plus von 8,7 Prozent gegenüber der gleichen Vorjahresperiode.
Hier erhöhten sich die Inlandsaufträge leicht um 1,0 Prozent und die Auslandsbestellungen kräftig um 14,9 Prozent.
Aus dem Euroraum gingen zwischen Januar und Mai 9,5 Prozent mehr Orders ein als vor Jahresfrist, aus Drittländern 17,8 Prozent.
Die preisbereinigte Elektro-Produktion in Deutschland ist im Mai zwar um 5,4 Prozent niedriger ausgefallen als vor einem Jahr, allerdings hatte der Monat in diesem Jahr auch nur 18 Arbeitstage, verglichen mit 20 im Jahr 2025 – also 10 Prozent weniger. Von Januar bis Mai verfehlte der Branchenoutput sein Vorjahreslevel um 1,1 Prozent.
Ihre Produktionspläne haben die heimischen Elektrounternehmen im Juni weiter heraufgesetzt. Der Saldo aus Firmen, die ihren Output in den nächsten drei Monaten hoch- bzw. zurückfahren wollen, erhöhte sich von +11 auf +14 %-Punkte.
Dagegen nahmen die Beschäftigungsabsichten die andere Richtung, indem der analoge Saldo hier gegenüber Mai leicht von -1 auf -2 Zähler nachgab.
865.500 Beschäftigte waren Ende April in der deutschen Elektroindustrie tätig. Das sind 1,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. 13.500 arbeiten kurz.
Nominale Erlöse von 17,9 Milliarden Euro hat die heimische Elektroindustrie im Mai erzielt – und damit 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Dabei gaben die Inlandsgeschäfte um 1,9 Prozent nach, wohingegen der Auslandsumsatz um 3,1 Prozent zulegen konnte. Sowohl die Geschäfte mit der Eurozone (+5,5%) als auch jene mit Drittländern (+1,7%) kamen im Mai voran – erstere zügiger als letztere.
In den gesamten ersten fünf Monaten d.J. erhöhten sich die aggregierten Branchenerlöse um 3,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 93,7 Milliarden Euro.
Beim Inlandsumsatz ging es um 4,5 Prozent (auf 44,1 Mrd. €) und beim Auslandsumsatz um 2,7 Prozent (auf 49,6 Mrd. €) rauf. Aus dem Euroraum (+3,6%) kamen mehr Impulse als aus dem Nicht-Euroraum (+2,1%).
Schließlich lagen die branchenweiten Erzeugerpreise in den ersten fünf Monaten d.J. um durchschnittlich 2,4 Prozent höher als vor Jahresfrist.
Im Mai 2026 hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie Waren im Wert von 20,7 Milliarden Euro exportiert. Der Zuwachs von 4,0 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat fiel allerdings nur halb so hoch aus wie noch in den ersten vier Monaten.
In den zusammengenommenen ersten fünf Monaten d.J. summierten sich die aggregierten Branchenlieferungen ins Ausland auf 113,0 Milliarden Euro. Hier lagen sie um 7,5 Prozent über ihrem entsprechenden Vorjahreswert.
Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland kamen im Mai ebenfalls etwas langsamer voran. Sie rückten um 3,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 21,8 Milliarden Euro vor.
Im Gesamtzeitraum von Januar bis Mai erzielten die Elektroimporte einen Wert von 117,5 Milliarden Euro, der damit um 5,2 Prozent höher ausfiel als vor Jahresfrist.
Bleibt festzuhalten, dass die sektoralen Exporte im bisherigen Jahresverlauf ein ganzes Stück stärker gewachsen sind als die Importe.
Ihr Ansprechpartner:
Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt
Leiter Abteilung Wirtschaftspolitik, Konjunktur und Märkte
Telefon: +49 69 6302-273 ; Fax: +49 69 6302-326 ; E-Mail: wipol(at)zvei.org
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