23.04.2026

Aktuelle Kennzahlen aus dem Bereich Konjunktur und Märkte

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie haben auch im Februar 2026 weiter zugelegt. Mit einem Plus von 1,8 Prozent gegenüber Vorjahr fiel der Zuwachs diesmal allerdings moderat aus.

Inländische Kunden erhöhten ihre Bestellungen im Februar um 3,0 Prozent. Aus dem Ausland gingen 0,9 Prozent mehr Orders ein.

Die Aufträge aus der Eurozone einerseits und aus Drittländern andererseits entwickelten sich erneut in entgegengesetzte Richtungen. Erstere stiegen zweistellig um 16,3 Prozent, wohingegen letztere um 6,9 Prozent zurückfielen.

In den zusammengenommenen ersten beiden Monaten d.J. übertrafen die Orders ihren entsprechenden Vorjahreswert um 2,3 Prozent. Hier zogen die Inlandsaufträge um 2,8 Prozent und die Auslandsbestellungen um 1,8 Prozent an.

Aus dem Euroraum gingen von Januar bis Februar 13,6 Prozent mehr Neubestellungen ein. Ausländische Geschäftspartner außerhalb des gemeinsamen Währungsraums reduzierten ihre Aufträge dagegen um 4,1 Prozent.

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland lag auch im Februar 2026 niedriger als vor Jahresfrist – um 2,7 Prozent. Das lag auch an einem fehlenden Arbeitstag.

In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres verfehlte der aggregierte Branchenausstoß sein entsprechendes Vorjahreslevel damit um 3,2 Prozent.

Während die Produktionspläne innerhalb unserer Branche im März kaum anders ausfielen als im Februar, fielen die Beschäftigungspläne weiter ab. So rangiert der Saldo aus Unternehmen, die ihren Output in den nächsten drei Monaten erhöhen bzw. senken wollen, bei +10 %-Punkten (Februar: +11). Die Einstellungsabsichten fielen hier von -6 auf -9 Zähler.

Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie lag Ende Januar bei 871.600 und damit um 1,3 Prozent niedriger als vor Jahresfrist. 13.400 arbeiten kurz.
 

Der nominale Umsatz der heimischen Elektro- und Digitalunternehmen kam im Februar 2026 auf 17,8 Milliarden Euro, womit er um 1,3 Prozent höher ausfiel als im gleichen Vorjahresmonat.

Während die Erlöse mit inländischen Kunden im Februar um 5,8 Prozent anzogen, gab das Geschäft mit ausländischen Partnern um 2,4 Prozent nach. Dabei standen sich ein Plus mit der Eurozone von 1,2 Prozent und ein Minus mit Drittländern von 4,5 Prozent gegenüber.

Im kumulierten Zeitraum von Januar bis Februar d.J. summierten sich die aggregierten Branchenerlöse auf 34,8 Milliarden Euro und waren damit kaum höher als im Vorjahr (+0,4%).

Der Inlandsumsatz erhöhte sich um 4,2 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro, der gesamte Auslandsumsatz fiel um 2,7 Prozent auf 18,0 Milliarden Euro zurück (Euroraum: -0,7% auf 6,7 Milliarden Euro, Drittländer: -3,9% auf 11,4 Mrd. €).

Im Dezember 2025 sind die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie um 10,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 20,4 Milliarden Euro gestiegen. Somit endete das vergangene Jahr hier mit einem hohen Zuwachs.

Für das gesamte letzte Jahr 2025 steht ebenfalls ein Ausfuhrwachstum in den Büchern, nämlich um 5,1 Prozent auf (rekordhohe) 257,5 Milliarden Euro. Es fiel allerdings nur halb so hoch aus wie im Dezember.

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland erhöhten sich im Dezember um 8,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf 21,5 Milliarden Euro. Seit langem legten sie damit weniger stark zu als die Exporte.

Kumuliert von Januar bis Dezember 2025 kamen die aggregierten Einfuhren auf 274,9 Milliarden Euro. Ihren 2024er Wert übertrafen sie um 8,0 Prozent.

Unterm Strich steht für das vergangene Jahr ein sektorspezifisches Handelsbilanzdefizit von 17,4 Milliarden Euro. Gegenüber 2024 hat es sich fast verdoppelt.


 
 

 


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Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt
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