28.04.2026
Aktuelle Kennzahlen aus dem Bereich Konjunktur und Märkte
Die Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie haben auch im Februar 2026 weiter zugelegt. Mit einem Plus von 1,8 Prozent gegenüber Vorjahr fiel der Zuwachs diesmal allerdings moderat aus.
Inländische Kunden erhöhten ihre Bestellungen im Februar um 3,0 Prozent. Aus dem Ausland gingen 0,9 Prozent mehr Orders ein.
Die Aufträge aus der Eurozone einerseits und aus Drittländern andererseits entwickelten sich erneut in entgegengesetzte Richtungen. Erstere stiegen zweistellig um 16,3 Prozent, wohingegen letztere um 6,9 Prozent zurückfielen.
In den zusammengenommenen ersten beiden Monaten d.J. übertrafen die Orders ihren entsprechenden Vorjahreswert um 2,3 Prozent. Hier zogen die Inlandsaufträge um 2,8 Prozent und die Auslandsbestellungen um 1,8 Prozent an.
Aus dem Euroraum gingen von Januar bis Februar 13,6 Prozent mehr Neubestellungen ein. Ausländische Geschäftspartner außerhalb des gemeinsamen Währungsraums reduzierten ihre Aufträge dagegen um 4,1 Prozent.
Die um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland lag auch im Februar 2026 niedriger als vor Jahresfrist – um 2,7 Prozent. Das lag auch an einem fehlenden Arbeitstag.
In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres verfehlte der aggregierte Branchenausstoß sein entsprechendes Vorjahreslevel damit um 3,2 Prozent.
Während die Produktionspläne innerhalb unserer Branche im März kaum anders ausfielen als im Februar, fielen die Beschäftigungspläne weiter ab. So rangiert der Saldo aus Unternehmen, die ihren Output in den nächsten drei Monaten erhöhen bzw. senken wollen, bei +10 %-Punkten (Februar: +11). Die Einstellungsabsichten fielen hier von -6 auf -9 Zähler.
Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie lag Ende Januar bei 871.600 und damit um 1,3 Prozent niedriger als vor Jahresfrist. 13.400 arbeiten kurz.
Der nominale Umsatz der heimischen Elektro- und Digitalunternehmen kam im Februar 2026 auf 17,8 Milliarden Euro, womit er um 1,3 Prozent höher ausfiel als im gleichen Vorjahresmonat.
Während die Erlöse mit inländischen Kunden im Februar um 5,8 Prozent anzogen, gab das Geschäft mit ausländischen Partnern um 2,4 Prozent nach. Dabei standen sich ein Plus mit der Eurozone von 1,2 Prozent und ein Minus mit Drittländern von 4,5 Prozent gegenüber.
Im kumulierten Zeitraum von Januar bis Februar d.J. summierten sich die aggregierten Branchenerlöse auf 34,8 Milliarden Euro und waren damit kaum höher als im Vorjahr (+0,4%).
Der Inlandsumsatz erhöhte sich um 4,2 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro, der gesamte Auslandsumsatz fiel um 2,7 Prozent auf 18,0 Milliarden Euro zurück (Euroraum: -0,7% auf 6,7 Milliarden Euro, Drittländer: -3,9% auf 11,4 Mrd. €).
Die Ausfuhren der deutschen Elektro- und Digitalindustrie sind im Februar 2026 kräftig gewachsen, stärker als im Januar. Sie stiegen um 9,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf einen Wert von 21,3 Milliarden Euro.
Kumuliert von Januar bis Februar legten die aggregierten Branchenlieferungen ins Ausland um 6,6 Prozent auf 43,4 Milliarden Euro zu.
Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland zogen im Februar ebenfalls weiter an. Sie erhöhten sich um 5,4 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro. Seit geraumer Zeit blieben sie in diesem Monat auch absolut mal wieder hinter den Exporten zurück.
In den zusammengenommenen ersten beiden Monaten d.J. beliefen sich die deutschen Elektroimporte auf 44,7 Milliarden Euro. Hier wurde der entsprechende Vorjahreswert um 2,9 Prozent übertroffen.
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Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt
Leiter Abteilung Wirtschaftspolitik, Konjunktur und Märkte
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