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17.11.2022

Fernseher bleibt Nr. 1 für Bewegtbild – der Content kommt immer öfter via Internet

Engagement für Medienvielfalt und Selbstbestimmung der Nutzer:innen

Früher war das TV-Gerät konkurrenzlos, wenn es um das Abspielen von Bewegtbildern im Wohnzimmer ging. Diese Zeiten sind lange vorbei. PC, Laptop, Tablet und Smartphone sind heutzutage die wichtigsten Wettbewerber des Fernsehers. Trotz der vielfachen Konkurrenz und veränderten Sehgewohnheiten ist das TV-Gerät aber noch immer die Nummer eins beim Bewegtbild. In der jährlich durchgeführten Umfrage zum Digitalisierungsbericht Video der Landesmedienanstalten nannten 58 Prozent der Befragten das TV-Gerät als das wichtigste Gerät zur Bewegtbildnutzung. Zwar legen insbesondere Smartphones an Bedeutung zu – die Rolle des TV-Geräts für den Konsum von Bewegtbild ist aber seit einigen Jahren stabil.

Gleichzeitig haben sich die Möglichkeiten, das TV-Gerät zu nutzen, und vor allem die Quellen für Unterhaltungs- und Informationsmedien haben sich vervielfacht. Klassisches Fernsehen im Sinne des traditionellen Rundfunk-Angebots ist heute nur eine Option von vielen. Mittlerweile sind in sieben von zehn TV-Haushalten Fernseher mit dem Internet verbunden, die Verbraucherinnen und Verbraucher können damit zum Beispiel Streaming-Angebote und Mediatheken direkt am TV-Gerät sehen – 55 Prozent davon direkt über den Smart-TV. Weitere Haushalte nutzen Streaming-Boxen, Streaming-Sticks oder ähnliche Geräte in Verbindung mit dem TV. Insgesamt gibt es in Deutschland 27 Millionen Haushalte, die auf dem Fernseher Content aus dem Internet nutzen können – das entspricht einem Zuwachs von fünf Prozent gegenüber 2021. Etwa 90 Prozent der Fernsehnutzerinnen und -nutzer haben über ihre verschiedenen Geräte sowohl Zugang zu klassischem als auch internetbasiertem Fernsehen. Klassisches Fernsehen liegt dabei aktuell mit 50 Prozent der Bildschirmzeit (noch) vorne. Doch der Anteil von Video-on-Demand (VoD) nimmt zu. Aktuell liegt der Anteil an der Bildschirmzeit bei 35 Prozent. Zum Vergleich: 2016 betrug der VoD-Anteil noch 16 Prozent, während auf klassisches Fernsehen 71 Prozent der Bildschirmzeit entfielen.

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Die Nutzungsart ist auch eine Frage des Alters. Unter 40-Jährige nutzen eher Online- und Streaming-Angebote, während die Generation Ü50 klassische TV-Sender bevorzugt. Über alle Altersgruppen hinweg liegt das lineare TV-Programm mit 52 Prozent aber noch knapp vor Inhalten, die via Internetverbindung empfangen werden.

Bei zwei Drittel der TV-Nutzerinnen und -nutzer läuft beim Einschalten des TV-Geräts zunächst klassisches Fernsehen. Ein knappes Drittel startet das TV-Gerät mit einem Einstiegsmenü, das zu verschiedenen Quellen (Apps, Streaming-Plattformen, klassisches Fernsehen) führt. Werden vom Nutzer Inhalte aus dem Internet abgerufen, geschieht dies meist über die Apps auf der Benutzeroberfläche – 60 Prozent gaben an, diesen Weg mindestens monatlich zu nutzen. Zwei von fünf Befragten gaben an, die Oberfläche beispielsweise durch Verschieben der Apps personalisiert zu haben. Die Gründe für das Beibehalten der ursprünglichen Oberfläche sind unterschiedlich, die Mehrheit (53 %) der Befragten gab an, mit der Oberfläche zurechtzukommen, sodass offenbar kein Anpassungsbedarf bestand.

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