06.10.2026

ETS 2: Verlässlichkeit schaffen, Investitionen fördern

Der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr muss zum 1. Januar 2028 vollständig und einheitlich starten. Der ZVEI und zahlreiche weitere Verbände fordern die Bundesregierung auf, für Planungssicherheit zu sorgen, Doppelbelastungen zu vermeiden und die Einnahmen gezielt für die Wärme- und Verkehrswende sowie für sozialen Ausgleich einzusetzen.

Für wirksamen Klimaschutz brauchen Unternehmen sowie Verbraucherinnen und Verbraucher verlässliche Rahmenbedingungen. Der europäische Emissionshandel für Brennstoffe in Gebäuden, im Straßenverkehr und in kleineren Industrieanlagen – ETS 2 – setzt dafür ein entscheidendes Signal: Ein gemeinsamer CO₂-Preis schafft europaweit vergleichbare Wettbewerbsbedingungen und macht klimafreundliche Investitionen wirtschaftlich attraktiver.

Starttermin halten, Investitionen absichern

Weitere Verzögerungen würden diese Verlässlichkeit gefährden. Unternehmen benötigen klare Preissignale, um Investitionen in effiziente, elektrifizierte und digitale Lösungen langfristig planen zu können. Deshalb muss der ETS 2 zum 1. Januar 2028 vollständig und einheitlich starten. Frühzeitige Versteigerungen können zusätzlich für Transparenz sorgen und den Markt auf den Übergang vorbereiten.

Zugleich gilt: Beim Übergang vom nationalen zum europäischen Emissionshandel müssen Doppelbelastungen vermieden werden. Nur eine kohärente Ausgestaltung stärkt die Akzeptanz und stellt sicher, dass der CO₂-Preis seine Lenkungswirkung entfalten kann.

Einnahmen für Transformation und sozialen Ausgleich nutzen

Die Einnahmen aus dem ETS 2 sollten konsequent dort eingesetzt werden, wo sie den größten Beitrag zur Transformation leisten: für den Umbau der Wärmeversorgung in Gebäuden und Industrie, für die Mobilitätswende und für einen wirksamen sozialen Ausgleich. So kann der Emissionshandel Investitionen mobilisieren, Belastungen abfedern und den Umstieg auf klimafreundliche Technologien beschleunigen.

Der ZVEI appelliert deshalb gemeinsam mit weiteren Verbänden an die Bundesregierung: Den Starttermin halten, Planungssicherheit schaffen und die Einnahmen zielgerichtet für Wärme- und Verkehrswende sowie sozialen Ausgleich nutzen. Verlässlichkeit beim ETS 2 ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Klimaschutz und industrielle Transformation zusammen gelingen.

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