News

12.01.2021

Erster Meilenstein 2021: Die ePA ist gestartet

Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben ab jetzt Anspruch darauf, dass ihre Krankenkasse ihnen eine ePA anbietet. Zum ersten Mal kann eine Patientin oder ein Patient alle relevanten medizinischen Informationen elektronisch an einem Ort sammeln und ortsunabhängig für die medizinische Behandlung nutzen oder zur Verfügung stellen. Hiervon können vor allem chronisch kranke Patienten profitieren, die regelmäßig verschiedene Ärzte aufsuchen müssen. Ebenso profitieren aber auch Ärzte, die über die ePA bei jedem Patientenkontakt Zugriff auf relevante Dokumente und Befunde haben. Zusätzlich können Krankenkassen ihren Versicherten auch eine App zur Verfügung stellen, mit der Versicherte jederzeit auf ihrem Smartphone Einsicht in ihre ePA nehmen können.

 

Der Versicherte hat die Kontrolle

Die ePA steht unter der Hoheit des Versicherten. Er entscheidet, ob er überhaupt eine ePA nutzt oder nicht. Daher wurde auch der Begriff „Patientenakte“ gewählt. Wer seine Daten sehen kann, bestimmt der Versicherte allein. Er kann die Inhalte den Ärzten zugänglich machen, bei denen er behandelt wird. Allerdings geht das nur, wenn der Versicherte mit seiner elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in der Arztpraxis oder im Krankenhaus den Zugriff erlaubt. Parallel dazu muss sich der Arzt mit seinem Arztausweis identifizieren. Gespeichert werden die Daten der ePA nicht einfach „im Netz“, sondern in der sogenannten Telematik-Infrastruktur (TI). Die TI ist ein separates und sehr sicheres Kommunikationsnetz für das deutsche Gesundheitssystem.

 

Datenschutz und Datensicherheit

Im Zusammenhang mit der ePA taucht auch immer wieder die Frage nach Datenschutz und Datensicherheit auf. Diese Fragen sind wichtig für die Entscheidung, ob eine ePA genutzt werden soll. Grundlegend muss man dazu erstens sagen, dass die Daten der ePA nicht einfach „irgendwo im Netz“ gespeichert werden, sondern in der sogenannten Telematik-Infrastruktur (TI). Diese TI ist ein separates und sehr sicheres Kommunikationsnetz für das deutsche Gesundheitssystem. Zweitens hat die gematik bei der ePA aus Sicht des ZVEI umfangreiche Maßnahmen für Datenschutz und Datensicherheit getroffen. Nähere Information hierzu gibt es auf der Website der gematik.

 

Vertrauen ist die Basis für Vernetzung

Die ePA ist ein wichtiges Element für eine umfassende Vernetzung des deutschen Gesundheitssystems. Nach der Testphase in ausgewählten Praxen, die der Überprüfung und Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der ePA dient, soll die bundesweite Verfügbarkeit der ePA in allen Praxen, Apotheken und Krankenhäusern im dritten und vierten Quartal 2021 folgen. Damit möglichst viele Menschen in Deutschland die ePA nutzen, ist nun Vertrauen und offene Kommunikation über die Vorteile wichtig und die Zusammenarbeit aller Beteiligten. 

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Weiterführend

Meistbesuchte Seiten

Publikationen

Mehr erfahren

Industrie 4.0

Mehr erfahren

Themen

Mehr erfahren

Mobilität

Mehr erfahren

Energie

Mehr erfahren

Demonstrator Antrieb 4.0 | ZVEI

Dieses Projekt erläutert die Umsetzung des elektrischen Antriebs als Industrie 4.0-Komponente. Hierbei spielt die einheitliche,…

ZVEI zur Regulierung von Benutzeroberflächen im Medienstaatsvertrag

Im Rahmen der Konferenz „Denkansätze für eine neue EU-Medienpolitik“ hat sich Carine Chardon (ZVEI-Fachverband Consumer…

DC-INDUSTRIE

ZVEI-Panel: „Das Forschungsprojekt DC-Industrie krempelt die industrielle Stromversorgung um“

Im Gleichstromforschungsprojekt DC-Industrie 2 und dem Vorläuferprojekt DC-Industrie wird seit 2016 mit Unternehmen aus der…

Watts On

Post-Truth, Fake News und Social Media

"Fake News" ist jedem ein Begriff - aber was ist eigentlich Post-Truth? Und was hat all dies mit dem Klimawandel, Buschbränden in…