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23.09.2021

Denken statt Bedenken

Ob eine Digitalkamera genauso gut Bilder macht wie ein analoger Fotoapparat, diskutieren heute selbst Profis nicht mehr. Trotzdem haben neue digitale Technologien immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen.

Fakten statt Vorurteile

Denken statt Bedenken

Ob eine Digitalkamera genauso gut Bilder macht wie ein analoger Fotoapparat, diskutieren heute selbst Profis nicht mehr. Trotzdem haben neue digitale Technologien immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen.

Zu elitär?

Vorurteil: 

Smart-Home-Anwendungen werden in der Breite nicht akzeptiert, sie sind eine Spielerei für Elite-Zielgruppen. 

Fakten


Im Jahr 2025 sind, so der Digital Market Outlook von Statista, 18,5 Millionen deutsche Haushalte mit Smart-Home-Technologien ausgestattet.


Der Preis ist keine allzu große Hürde mehr: Nur 23 Prozent der Noch-Nicht-Nutzer warten laut Smart Home Monitor 2021 von Splendid Research zufolge einen günstigeren Einstiegspreis ab. 


Zu klimaschädlich?

Vorurteil: 

Die Digitalisierung steigert den Stromverbrauch und damit auch den CO2-Ausstoß.

Fakten


Alle Rechenzentren zusammen sind für 1 Prozent des globalen Energieverbrauchs verantwortlich.


Die globale Rechenleistung stieg zwischen 2010 und 2018 um 500 Prozent, der Energiemehrbedarf dagegen nur um sechs Prozent. Cloud-Lösungen verbrauchen weniger Strom als lokal arbeitende Computer. Außerdem arbeiten die Rechenzentren immer energieeffizienter.


Zu unsicher?

Vorurteil: 

Das Gesundheitswesen wird digitaler. Die damit verbundenen Risiken sind aber größer als der Nutzen.

 


Durch die Pandemie sind die Hackerangriffe im Gesundheitssektor deutlich gestiegen. Sie machen nun 17 Prozent aller vom IT-Sicherheitsunternehmen NTT weltweit gezählten Angriffe aus. Zum Vergleich: Auf die Industrie entfielen 22 Prozent aller beobachteten Angriffe. 


Die große Mehrheit der Deutschen findet, dass ihre Daten bei Gesundheitseinrichtungen gut aufgehoben sind. In einer Postbank-Studie kam heraus, dass 87 Prozent am ehesten Ärzten und Kliniken vertrauen, wenn es um den Schutz ihrer persönlichen Daten geht.


Zu kompliziert?

Vorurteil: 

Ältere Menschen kommen mit dem Smart Home nicht zurecht, weil die Bedienung zu kompliziert ist.

Fakten


Rund 45 Prozent der Deutschen, so fand es die Digitalstudie 2020 der Postbank heraus, nutzen im Jahr 2019 digitale Sprachassistenten. Besonders überraschte die Studienmacher dabei, dass es die höchsten Zuwächse bei den älteren Menschen gab. 


Eine Studie der FH Dortmund wiederum erklärt, dass sich 89 Prozent der befragten Senioren vorstellen können, für die Pflege altersgerechte Techniken zur Unterstützung zu erhalten.

 

Graphiken DesignCuts/bloomua

 

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 3.2021 am 25. August 2021 erschienen.

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