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28.04.2026

Neue Mikroelektronik-Studie: Forderungen nach entschlossenem Handeln auf mehreren Ebenen

Die europäische Hightech-Industrie entwickelt sich dynamisch. Um Europas industrielle Wertschöpfungsketten resilient und wettbewerbsfähig zu gestalten, ist eine enge Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg ein wichtiger Erfolgsfaktor. In kaum einem anderen Bereich wird das so deutlich wie in der Mikroelektronik.

Der ZVEI hat deshalb mit seinem niederländischen Pendant, dem FME, gemeinsam an einer neuen Studie zur Zukunft der europäischen Mikroelektronik gearbeitet. Dabei ergibt sich ein eindeutiges Bild: Die Nachfrage in Europa wächst weiter stark, denn der Anteil mikroelektronischer Komponenten nimmt in nahezu allen neuen Produkten erheblich zu. Gleichwohl lassen sich einige Treiber identifizieren. Dazu gehören unter anderem die Elektrifizierung der Verkehrs- und Energiesysteme, die Digitalisierung der industriellen Produktion, der Ausbau von KI- und Rechenzentrumsinfrastrukturen sowie Anwendungen der Gesundheitsversorgung und der Verteidigung.

Europa verfügt über starke Ökosysteme – von Ausrüstung über leistungsfähige Fertigung auf etablierten und mittleren Technologieknoten. Gleichzeitig entstehen neue Chancen in wachsenden Endmärkten wie physikalischer KI oder kognitiver Robotik. Diese Potenziale gilt es gemeinsam zu heben.

Klar ist jedoch ebenso, dass es trotz dieser fundierten Grundlage für fortgesetzte und ausgeweitete Investitionen gezielte Maßnahmen an mehreren Fronten braucht. Denn Kostenunterschiede, Fachkräftemangel, langsame Genehmigungsverfahren und regulatorische Komplexität bremsen Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit an entscheidenden Stellen.

Unsere neue Mikroelektronikstudie beleuchtet all dies näher. Wir sind zuversichtlich, sie noch im Mai dieses Jahres vorstellen zu können.

Bild: tilialucida - stock.adobe.com

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