Im Mittelpunkt stehen zwei Themen, die für die Zukunft des Gebäudes entscheidend sind: Cybersecurity und Cyberresilienz sowie Elektrifizierung, Digitalisierung und intelligentes Energiemanagement. Vorträge, Diskussionen und Praxisbeispiele beleuchten aktuelle Anforderungen und zeigen Lösungsansätze für Neubau und Bestand.
Dabei steht der Austausch im Vordergrund: Wo steht die Branche heute? Was funktioniert bereits? Wo bestehen noch Hürden? Und was müssen die unterschiedlichen Akteure gemeinsam angehen?
Tag 1: Cybersecurity – vom sicheren Produkt zum cyberresilienten Gebäude
Gebäude werden immer stärker vernetzt und digitalisiert. Damit wächst auch die Bedeutung von Cybersecurity – nicht nur für einzelne Produkte, sondern für das Zusammenspiel aller Systeme und Beteiligten im Gebäude.
Im Mittelpunkt steht die Frage, was Cyber Resilience Act (CRA) und NIS2 konkret für die Praxis bedeuten. Welche Anforderungen kommen auf die unterschiedlichen Akteure zu? Wo greifen Produkt- und Betreiberanforderungen ineinander? Und wer trägt an welcher Stelle Verantwortung?
Dabei geht es nicht nur um regulatorische Vorgaben, sondern vor allem um deren Umsetzung: Wie wird aus einem sicheren Produkt am Ende ein cyberresilientes Gebäude? Welche Anforderungen müssen bereits bei Planung und Integration berücksichtigt werden? Was bedeutet Security by Design für Gebäudeautomation und vernetzte Systeme? Und welche Rolle spielen Fernwartung, Updates, Dokumentation und ein sicherer Betrieb?
Cybersecurity im Gebäude kann dabei nicht aus nur einer Perspektive betrachtet werden. Deshalb kommen beim Gebäudekolloquium unterschiedliche Akteure zu Wort:
- Betreiber und Immobilienwirtschaft
- Hersteller
- Planer und Systemintegratoren
- Handwerk und Errichter
- Juristinnen und Juristen
- Versicherer
Gemeinsam betrachten sie Cybersecurity über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes – vom Produkt über Planung und Errichtung bis zum laufenden Betrieb.
Tag 2: Elektrifizierung und Digitalisierung – vom Potenzial zur Praxis
Der zweite Tag richtet den Blick auf die Frage, welchen Beitrag Elektrifizierung, Digitalisierung und intelligentes Energiemanagement zur Energiewende und zu einem effizienten Gebäudebetrieb leisten können.
Zum Auftakt stehen aktuelle Erkenntnisse aus Studien im Mittelpunkt: Welche Einsparpotenziale bieten elektrische und digitale Technologien? Wie weit ist die Energiewende im Eigenheim bereits angekommen? Und wie lassen sich diese Potenziale stärker in die Praxis überführen?
Darauf aufbauend geht es um konkrete Technologien und Anwendungen. BIM, Künstliche Intelligenz, Gebäudeautomation und Energiemanagementsysteme eröffnen neue Möglichkeiten, Gebäude effizienter zu planen, zu modernisieren und zu betreiben.
Ein besonderer Blick gilt dabei dem Gebäudebestand: Wie können bestehende Anlagen zukunftsfähig weiterentwickelt werden? Welche technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen sind zu berücksichtigen? Und wie gelingt die Integration eines intelligenten Energiemanagements?
Gleichzeitig verändert sich die Rolle des Gebäudes im Energiesystem. Durch die intelligente Verknüpfung von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch können Gebäude zunehmend zu aktiven Bausteinen eines flexiblen Energiesystems werden. Gebäudeautomation, Energiemanagement und Sektorenkopplung spielen dabei eine wichtige Rolle.
Auch hier steht die Praxis im Mittelpunkt: Was ist heute bereits möglich, wo liegen die Hürden und wie bringen wir vorhandene Lösungen schneller und breiter in die Anwendung?