Editorial

Europa hat die Wahl

Diese Woche ist es soweit: Mehr als 400 Millionen Bürgerinnen und Bürger wählen ihr neues Europaparlament für die Legislaturperiode 2019-2024. Aufgrund des verschobenen Brexits wird Großbritannien mitwählen und zunächst auch Europaabgeordnete ins Parlament entsenden. Die neuen Parlamentarier kommen am 2. Juli zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. 

Wie lange es dann nach der Sommerpause dauern wird, bis die neue EU-Kommission zustande kommt und ihr Amt antritt, ist unklar – zumal in diesem Jahr alle EU-Spitzenämter neu besetzt werden müssen: EU-Kommissionspräsident, Parlamentspräsident, Ratspräsident und Präsident der Europäischen Zentralbank. Zusätzlich wird kommissionsseitig das wichtige Amt der EU-Außenbeauftragten neu vergeben. Es ist zu erwarten, dass die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten nach einer „Paketlösung“ suchen – erste Orientierung hierzu hat am Rande des EU-Gipfels vor kurzem im rumänischen Sibiu stattgefunden. Das Mandat der aktuellen Juncker-Kommission endet um Mitternacht am 31. Oktober – am selben Tag, an dem Großbritannien die EU verlassen will. Große Herausforderungen stehen vor den neuen Entscheidern, um Europa zu einem starken, zukunftsorientierten und international respektierten Player weiterzuentwickeln. Es bedarf viel guten Willens, einer Konzentration auf das „Gemeinsame und Wesentliche“, eine Vision der EU 2030, die sich in konkreter Politik wiederfindet – und vor allem die Mitwirkung aller pro-europäischen Kräfte. Der ZVEI übernimmt seinen Teil der gesellschaftlichen Verantwortung, im Vorfeld der Wahl durch die ZVEI-Kampagne #EuropaMitUns. Diese Europawahl ist so wichtig wie keine zuvor. Es geht um Weichenstellungen und darum, die für die Zukunftsgestaltung der EU notwendigen politischen Mehrheiten zusammenzubringen. Deshalb rufen auch wir auf: Bitte gehen Sie am 26. Mai wählen! Wir alle haben die Wahl – nutzen wir sie!

 

Dr. Oliver Blank

Leiter European Affairs

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ZVEI-Jahreskongress 2019

Gestern ist der ZVEI-Jahreskongress 2019 in Berlin zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt stand eine europäische Daten- und Plattformökonomie, aber auch Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und der digitale Wandel in Afrika.

Impressionen der Veranstaltung finden Sie in der Bildergalerie.

 

 


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Der europäische Binnenmarkt ist eine der größten Errungenschaften der Europäischen Union (EU). Jetzt geht es um seine Ausgestaltung im Zeitalter der Digitalisierung und des Internets der Dinge (IoT). Die digitale Transformation der Wirtschaft erfasst mit neuen Technologien wie künstliche Intelligenz, vernetzter Produkten und Blockchain in den kommenden Jahren jedes Unternehmen in Deutschland und Europa. Damit der europäischen Binnenmarkt hiervon profitiert, muss Digitalpolitik auf EU-Ebene gemacht werden - mit den gleichen Regeln in allen Mitgliedsstaaten und über alle Politikbereiche hinweg.

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Um den Interessen der Elektroindustrie in der immer komplexer werdenden politischen Diskussion Gehör zu verschaffen und somit die Grundlagen für weltweites Geschäft seiner Mitglieder sowie Arbeitsplatz- und Standortsicherung zu schaffen, will der ZVEI sich weiterhin intensiv an der öffentlichen Debatte zur Umsetzung der Energiewende und Maßnahmen zum Erreichen der Pariser Klimaschutzziele einbringen. Dazu ist es nötig, sich schnell und fundiert zu aktuellen energie- und klimapolitischen Themen äußern zu können. Grundlage dafür ist eine repräsentative, aktuelle und valide Datenbasis aus unserer Mitgliedschaft.

Buch zum ZVEI-Jubiläum

„Verbandspolitik in Demokratie und Diktatur“

Am 5. März 1918 wurde der ZVEI gegründet – im Kaiserreich und kurz vor Ende des 1. Weltkriegs. Schon in der Weimarer Republik war er wichtiger industriepolitischer Akteur, wurde später im Nationalsozialismus gleichgeschaltet, ist in der Bundesrepublik wiederaufgelebt und hat sich schließlich nach 1989 mit der ostdeutschen Elektroindustrie wiedervereinigt. Damit blickt der Verband auf über 100 Jahre Geschichte in einem Jahrhundert der politischen Extreme zurück. Über die ersten Jahrzehnte seines Bestehens lagen jedoch bis vor Kurzem keine gesicherten Erkenntnisse vor.

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Ein Serverschrank steht mitten in der Verbotenen Stadt in China. Das zeigt die Titelillustration der neuen Ausgabe der AMPERE, in der es unter anderem um Digitalisierung und Industrie 4.0 in China geht.


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