Presse

25.02.2026

Heizungspolitik ohne Kompass: ZVEI kritisiert Pläne der Bundesregierung zum GMG

Mit der Einführung neuer Quoten schafft die Bundesregierung neue Verunsicherung statt einer klaren Marschroute für den Gebäudesektor. Der Name ist leider nicht Programm: Gebäude werden mit dem geplanten GMG nicht modernisiert. Vielmehr sendet die Bundesregierung das Signal: Weitermachen wie bisher. 

Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, sagt dazu:

  • „Statt Orientierung und Verlässlichkeit zu schaffen, produziert die Bundesregierung neue Unsicherheit für Hersteller, Handwerk, Eigentümer und Mieter.“
  • „Energiepolitik im Allgemeinen und das Thema Heizen im Besonderen werden weiter verkompliziert. Von Technologieoffenheit kann keine Rede mehr sein: Bereits heute gibt es unterschiedliche CO2-Preise auf Stromproduktion und Gasverbrauch sowie unterschiedliche Energiesteuern. Nun kommen zwei neue Öl-/Gasquoten hinzu, jeweils eine für Bestandsanlagen und für neue Heizungsanlagen. Das wird unübersichtlich und konterkariert den CO2-Preis als zentralen Baustein der Energiepolitik.“
  • „Anstatt die Resilienz im Wärmesektor zu stärken, bleibt Deutschland abhängig von Öl- und Gaslieferungen.“
  • „Besonders kritisch sieht der ZVEI die ab 2029 geplante Grüngasquote, die sich als unkalkulierbare Kostenfalle erweist. Grüne Alternativen bleiben auf absehbare Zeit knapp und teuer. Die steigenden Heizkosten werden am Ende vor allem Mieterinnen und Mieter treffen, die keinen Einfluss auf die Wahl der Heiztechnologie haben.“
  • „Vor diesem Hintergrund erneuert der ZVEI seine Forderung nach einer Senkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß, um klimafreundliche Technologien nicht weiter zu benachteiligen und so eine bezahlbare, verlässliche Wärmewende für alle ermöglichen.“
  • „Positiv ist einzig die geplante Fortführung der Heizungsförderung.”
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