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08.03.2022

Automatisierung und Nachhaltigkeit

Der Hebel zu einer klimafreundlichen Zukunft liegt in der umfassenden Elektrifizierung und Digitalisierung. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft nimmt die innovative Automationsbranche eine wichtige Rolle ein. Die digitale Transformation in der Automation stellt die Basis für mehr Resilienz, Flexibilität und Nachhaltigkeit in der Produktion dar. Der ZVEI-Fachverband Automation zeigte in der Vergangenheit eindrückliche Beispiele, wie dieser Weg bestritten werden soll. Große CO2-Einsparungen konnten etwa mit Entwicklungen im Gleichstromforschungsprojekt DC-INDUSTRIE und dem Digitalen Typenschild realisiert werden.

Bereits seit 2016 arbeiten über 40 Partner im Gleichstromforschungsprojekt DC-INDUSTRIE, um eine Gleichstrominfrastruktur in der Industrie zu erarbeiten. Gleichstrom bietet den Vorteil, dass es erneuerbare Energien, wie beispielsweise Photovoltaik, effizient integrieren kann und für eine sichere und stabile Stromversorgung sorgt. Zugleich werden durch eine Gleichstromversorgung Wandlungsverluste reduziert. In Modellanlagen konnten Energieeinsparungen von bis zu 10 Prozent und eine Reduzierung des Kupferanteils für Kabel von 55 Prozent erreicht werden. 

Ein weiteres langjähriges Projekt ist das Digitale Typenschild, an dem der ZVEI zusammen mit der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg seit 2018 arbeitet. Mithilfe eines QR-Codes können sämtliche Informationen eines Produktes durchgängig elektronisch abgerufen werden und bedürfen nicht mehr der physischen Aufbewahrung. Das bedeutet eine massive Ressourceneinsparung, müssen beispielsweise Handbücher oder Beipackzettel künftig nicht mehr für jedes Produkt gedruckt, verpackt und versendet werden. Da Industriebetriebe in der Regel hunderte Produktteile desselben Typs erhalten, können auf diese Weise Millionen Tonnen Papier eingespart werden.

Das jüngste Projekt des Fachverbands ist ein Showcase zur Ermittlung des CO2-Fußabdrucks eines Schaltschranks. Bei einem Produkt entfallen 91 Prozent des CO2-Ausstoßes in der Lieferkette durch Materialien, Transport und Verarbeitung und nur 9 Prozent beim Hersteller durch Energie oder direkte Emissionen. Natürlich hat auch der Produktionsstandort hat einen Einfluss auf die CO2-Werte einer Komponente – haben erneuerbare Energien oder auch Atomkraft einen hohen Anteil am Energiemix oder liegt der Schwerpunkt nach wie vor auf Kohlestrom? Sind Werte über die gesamte Lieferkette bekannt, können wirkungsvolle Maßnahmen zur CO2-Reduktion vorgenommen werden. Sollte sich das Konzept bewähren, kann dies auf andere Anwendungsfelder, wie beispielsweise Autos, übertragen werden. 
 

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