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14.01.2026
Angriffe auf Kliniken zeigen: Vernetzte Medizintechnik ist nur so stark wie ihr Schutz vor Manipulation. Die Sicherheit von Patientinnen und Patienten sowie die Vertraulichkeit der Daten stehen dabei im Zentrum. Der ZVEI unterstützt mit Leitfäden und seinem Engagement in der Allianz für Cybersicherheit.

Eine durchgängig vernetzte Infrastruktur in der Gesundheitsversorgung ist ohne Cybersicherheit nicht zu erreichen. Die Gefahr äußerer Manipulationen zeigt sich wiederholt in Angriffen auf Kliniken. Maßnahmen für Cybersicherheit schützen daher auch die digital unterstützte Versorgung. Dabei sind Patientensicherheit, Geräteverfügbarkeit, Konnektivität und Integrität der Systeme sowie Vertraulichkeit der erzeugten und verwendeten Daten zentral.
Cybersicherheit entsteht nur in einer kombinierten und kontinuierlichen Betrachtung von Produkten und ihren Netzwerkumgebungen. Hersteller benötigen einen verlässlichen Marktzugang, Betreiber streben nach einer angemessenen Umsetzung ihrer Schutzziele, Behörden achten auf die Wirksamkeit technischer Maßnahmen in Medizingeräten und den sie umgebenden Netzen. Das richtige Zusammenspiel von Herstellern und Betreibern von Medizintechnik ist für die Cybersicherheit unabdingbar, um das notwendige Vertrauen zu erzeugen. Da sich die Sicherheitslage jederzeit verändern kann, ist Cybersicherheit eher als dauerhaftes Prinzip, denn als erreichter Zustand zu verstehen.
In mehreren Leitfäden beleuchtet der ZVEI generelle Aspekte sowie spezielle Problematiken der Cybersicherheit und aktualisiert diese Veröffentlichungen regelmäßig. Die Arbeit des Verbands umfasst auch den Blick auf die europäische sowie die nationale Legislative durch den übergeordneten ZVEI-AK Cybersicherheit. Zudem sind der ZVEI und seine Mitglieder im Rahmen der Allianz für Cybersicherheit aktiv. Diese Plattform umfasst das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), Kliniken, Benannte Stellen und viele Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden sowie Unternehmen betroffener Industriesparten und führt zu gemeinsamen Publikationen. Die Identifizierung neuer Entwicklungen und ein konstruktives Vorgehen innerhalb der Allianz erzeugen eine wertvolle Sensibilisierung in der Branche.
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