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27.05.2020

Positiver Ausblick in der Krisenzeit: Großteil der Sicherheitstechnik rechnet mit Kompensation der Verluste

77 Prozent der ZVEI-Mitgliedsunternehmen aus der Branche der Sicherheitstechnik sind zuversichtlich, die Umsatzeinbußen aus der Krise zumindest teilweise wieder einholen zu können. 13 Prozent sehen sogar eine vollständige Kompensation der Verluste. Das zeigen die Ergebnisse der nunmehr dritten ZVEI-Ad-hoc-Umfrage zur Corona-Krise.

Damit reagiert die Branche im Vergleich zur letzten Umfrage sogar noch einmal optimistischer auf die aktuelle Situation. Damals hatten lediglich 58 Prozent einen teilweisen bzw. sieben Prozent einen vollständigen Aufholprozess prognostiziert. Zudem rechnen die Unternehmen der Sicherheitstechnik mit niedrigeren Einbußen beim Umsatz (minus 12 Prozent) als dies beim Durchschnitt der Elektroindustrie (minus 14 Prozent) der Fall ist.

Gleichzeitig scheint die Personalplanung nicht von der Situation betroffen zu sein: Keines der rückmeldenden Unternehmen aus der Sicherheitstechnik musste Entlassungen vornehmen oder sieht die künftige Notwendigkeit dafür. 90 Prozent der Unternehmen bejahten hingegen die Frage, ob sie nun noch stärker in die Digitalisierung investieren wollen.

Auch wenn industrieweit aktuell die meisten Indikatoren wie Bestellungen, reale Produktion und Kapazitätsauslastung sowie Auftragsreichweite nach unten zeigen, scheint es also einige Silberstreifen am Horizont zu geben. Ob damit die Talsohle der Krise bereits durchschritten ist, kann und muss dabei aber jedes Unternehmen für sich selbst beurteilen“, so Dirk Dingfelder, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Sicherheit.

Ein Schwerpunkt der Umfrage lag dieses Mal außerdem auf den Erwartungen an die konjunkturpolitischen Stimulierungsmaßnahmen, die jetzt in der nächsten Phase des Ausstiegs aus dem Lockdown anstehen. Die Unternehmen aus der Sicherheitstechnik sehen bei den angebotsseitigen Stimuli vor allem Steuersenkungen (86 Prozent) und bessere Abschreibungsmöglichkeiten (85 Prozent) als zielführend an, weniger jedoch steuerliche Verlustvor- und rückträge (16 Prozent). Ein weiteres Konjunkturpaket sollte dabei vor allem in den Bereichen Gebäude (Smart Home and Building), digitale Infrastruktur und Industrie 4.0 sowie Mobilität und Verkehrsinfrastruktur ansetzen.

Umfragezeitraum: 23. bis 27. April 2020.

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