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29.09.2026
Weltherztag: CT-Angiografie verbessert Diagnose bei koronarer Herzkrankheit
Zum Weltherztag rückt moderne Medizintechnik einmal mehr in den Fokus: Die CT-Angiographie erleichtert die Diagnose der koronaren Herzkrankheit und kann belastende Eingriffe vermeiden. Inzwischen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten – ein wichtiger Fortschritt für eine bessere Versorgung.

Seit knapp zwei Jahren zahlen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Koronarangiografie mit Computertomografie (CT-Angiografie) als Methode zur Diagnose einer koronaren Herzkrankheit (KHK).
Die KHK ist eine häufige und schwerwiegende Erkrankung, die über Jahre fortschreitet und behandlungsbedürftig ist. Mit zunehmender Verschlechterung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz. Unbehandelt kann die KHK zu lebensbedrohlichen Ereignissen wie einem Herzinfarkt oder dem plötzlichen Herztod führen. Laut Robert Koch Institut ist sie die häufigste Todesursache in Deutschland.
Gerade in Fällen, bei denen der Verdacht auf eine chronische koronare Herzkrankheit besteht, aber auch eine andere Erkrankung vorliegen kann, verbessert die CT-Angiografie nachweislich die Überlebensrate von Patientinnen und Patienten und reduziert den Einsatz unnötig belastender, invasiver Diagnostik.
Eine KHK bezeichnet die Arteriosklerose der Koronararterien des menschlichen Herzens. In den Koronararterien – auch Herzkranzgefäße genannt – haben sich bei einer KHK verschiede Einlagerungen an den Gefäßwänden gebildet. Die Herzkranzgefäße werden durch diese Ablagerungen enger und behindern so die Durchblutung des Herzmuskels. Medizinerinnen und Mediziner sprechen dann von einer Stenose. Das kann dazu führen, dass der Herzmuskel nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt wird und das Herz nicht mehr richtig für die Durchblutung des Körpers sorgen kann. Wenn die Stenose bereits so weit fortgeschritten ist, dass der Herzmuskel nur noch unzureichend durchblutet wird, nennen medizinische Fachleute das eine Ischämie. Die chronische ischämische Herzkrankheit zählt bei Frauen und Männern in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen.
Kein Herzkatheter notwendig
Sie äußert sich meist durch Schmerzen und ein Engegefühl im Brustraum nach körperlicher Anstrengung. Die Symptome klingen bei den meisten Patientinnen und Patienten nach einer Phase der Erholung oder nach der Einnahme von Medikamenten ab. Um die Schwere der Erkrankung zu beurteilen und die Symptome sicher von anderen Herzerkrankungen zu unterscheiden, ist eine eindeutige Diagnose wichtig. Je nach medizinischer Fragestellung sind verschiedene diagnostische Verfahren möglich, die für die Patientinnen und Patienten unterschiedlich belastend sein können.
Die CT-Angiografie ist ein sogenanntes nicht-invasives Verfahren und hilft eindeutig zu klären, ob die Herzkranzgefäße bereits verengt sind. Anders als beim Verfahren der Koronarangiografie mittels Linksherzkatheter muss dafür kein Katheter in das Herz der Patientin oder des Patienten geschoben werden. Die CT-Angiografie kann ambulant durchgeführt werden, sie erfordert also keinen Aufenthalt im Krankenhaus.
Für Patientinnen und Patienten, bei denen der Verdacht auf eine chronische KHK besteht, ergänzt die CT-Angiographie die nicht-invasiven Möglichkeiten der weiterführenden Diagnostik. Sie beschleunigt damit die Diagnose bei Verdacht auf eine chronische KHK und ermöglicht die gezielte Planung der Therapie.