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04.11.2025
ZVEI-Stellungnahme zum EU Circular Economy Act

Die Elektro- und Digitalindustrie unterstützt das Ziel eines modernen europäischen Kreislaufwirtschaftsrechts, warnt jedoch davor, bestehende Regelungen durch zusätzliche Vorgaben weiter zu überlagern. Aspekte der Circular Economy werden bereits in zahlreichen EU-Gesetzen wie der Ökodesign-Verordnung (ESPR), der Batterieverordnung oder der Verpackungsverordnung geregelt. Neue Doppelregulierungen würden Unternehmen zusätzlich belasten, ohne die Kreislaufwirtschaft voranzubringen.
Im Mittelpunkt müssen praxistaugliche Regeln für Elektro- und Elektronikaltgeräte stehen. Die Elektro- und Digitalindustrie ist auf klar definierte Verantwortlichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, digitalisierte und europaweit harmonisierte Registrierungsverfahren sowie realistischere Berechnungsmethoden für Sammelquoten angewiesen. Gerade langlebige industrielle Produkte werden durch die heutigen Quotenregelungen systematisch benachteiligt.
Wichtig sind zudem digitale Informationslösungen statt papierbasierter Pflichten und ein funktionierender europäischer Markt für Sekundärrohstoffe. Verpflichtende Rezyklatquoten oder Pfandsysteme für Elektrogeräte lehnt die Elektro- und Digitalindustrie ab. Der ZVEI fordert eine stärkere Harmonisierung der europäischen Abfallregeln, einheitliche End-of-Waste-Kriterien sowie weniger bürokratische Hürden für Wiederverwendung, Reparatur und Recycling in Europa.
Die gesamte Stellungnahme zum Entwurf des Circular Economy Acts finden Sie hier zum Download.