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17.12.2025

Alzheimer-Demenz: Lichtstreif am Horizont für gezieltere Versorgung

In der Alzheimer-Versorgung ist derzeit ein bedeutsamer Wandel zu beobachten: Zum ersten Mal stehen Wirkstoffe zur Verfügung, die nicht nur Symptome behandeln, sondern auf pathologische Prozesse zielen und somit den Krankheitsverlauf beeinflussen.

Kerngebiet der im ZVEI industrieseitig organisierten Nuklearmedizin ist die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen mit Hilfe radioaktiver Substanzen, die sich an spezifische Zielstrukturen im menschlichen Körper binden. Während die moderne nuklearmedizinische Bildgebung wesentlich zum molekularen Krankheitsverständnis beiträgt, hat auch der zunehmend diversifizierte Bereich der nuklearmedizinischen Therapien in den vergangenen Jahren einen zuvor unbekannten Aufschwung erlebt. So sieht man in der Alzheimer-Versorgung – diese umfasst den größten Teil der an Demenz leidenden Menschen – derzeit einen bedeutsamen Wandel: Zum ersten Mal stehen Wirkstoffe zur Verfügung, die nicht nur Symptome behandeln, sondern gezielt auf pathologische Prozesse zielen und somit den Krankheitsverlauf beeinflussen.

Die Entwicklung zugelassener Therapeutika (Wirkstoffe Lecanemab und Donenemab) zur Behandlung der Alzheimer-Demenz erfordert valide Einschlusskriterien für deren Anwendung. Dies liegt einerseits an den unerwünschten Nebenwirkungen dieser Therapeutika, andererseits an den erwarteten Kosten pro Patientin bzw. Patient. Diese sind nach den sozialgesetzlichen Vorgaben für Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit nur gerechtfertigt, wenn eine sichere Identifizierung derjenigen Patientinnen und Patienten erfolgt, die nach heutigem Stand von dieser Behandlung profitieren. Der ZVEI setzt sich deshalb gemeinsam mit seinen Partnern auf der fachlichen Ebene und auf der Selbstverwaltungsebene – DGN, BDN und PET e.V. – dafür ein, die sogenannte Amyloid-PET als diagnostische Methode auch für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten zugänglich zu machen. Die PET, Positronen-Emissions-Tomographie, ist als Großgeräte-Verfahren unter bestimmten Voraussetzungen ein unverzichtbarer Bestandteil der sachgerechten Versorgung von Alzheimer-Patientinnen und -Patienten.

Angesichts des demografischen Wandels und des damit einhergehenden Anstiegs der Zahl an Patientinnen und Patienten in diesem Bereichs ist die gezielte Nutzung moderner Medizintechnik ein entscheidender Schlüssel, um das Leiden der Betroffenen künftig stärker einzudämmen und Angehörige zu entlasten. Der ZVEI vertritt als einziger Verband in Deutschland beide Industriebereiche, die in der Methodik der Nuklearmedizin zusammenwirken: die bildgebende Gerätetechnik (Detektoren) und die radiopharmazeutischen Produkte (Strahlungsquellen). In keinem anderen Bereich der Medizin ist die Verknüpfung von Produkten aus dem Techniksektor und dem Arzneimittelsektor derart eng und unverzichtbar.

Bild: Atlas Studio - adobe.stock.com

Gesundheit Elektromedizinische Technik

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