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23.06.2026

Jeder Hybrid-OP ein Unikat: Top-Versorgung durch Investition und Integration

Ein Hybrid-OP verbindet Chirurgie mit moderner Bildgebung. Das verbessert Diagnostik und Behandlung direkt im OP. Zugleich ist die Planung komplex. Ein Leitfaden von ZVEI und SPECTARIS unterstützt Kliniken in der Konzeption.

Die Gesellschaft erwartet eine Gesundheitsversorgung, die verfügbar, sicher und qualitativ hochwertig ist. Dafür bietet die Medizintechnik immer effektivere Lösungen. So wachsen Radiologie und Chirurgie insbesondere bei integrierten Operationsräumen immer weiter zusammen. Kliniken können und müssen bei der OP-Planung hinsichtlich der Ausstattung daher ein multimodales Gesamtsystem berücksichtigen. Dieses muss den Bedarf der Klinik, den Leistungsanspruch des Betreibers und die lokalen Gegebenheiten in Einklang bringen. Auch unter Wettbewerbsaspekten wird es für Krankenhäuser immer wichtiger, hybride Interventionsmöglichkeiten anzubieten, um das Spektrum der medizinischen Akutversorgung zu erweitern. Die Konzeption ist anspruchsvoll. Auch die Investitionen sind hoch. Beides stellt Krankenhäuser regelmäßig vor besondere Herausforderungen. Das gilt besonders, weil sich die politischen und strukturellen Rahmenbedingungen in Deutschland durch die Krankenhausreform verändern. 

Ein Hybrid-OP ist eine Kombination aus einem konventionellen, chirurgisch ausgerichteten OP und einem bildgebenden Verfahren. Dies kann ein C-Bogen, ein Computertomograph oder ein Magnetresonanztomograph sein. Der Hybrid-OP kommt bei immer mehr Anwendungen zum Einsatz, etwa bei Interventionen der Gefäßchirurgie oder der Neurochirurgie. Auch Polytrauma-Patientinnen und -Patienten können im Hybrid-OP untersucht und erstversorgt werden. Gleichzeitig kann die Bildgebung beispielsweise innere Blutungen oder Verletzungen lokalisieren. Das volle Potenzial zusammenwirkender Medizintechnik, Mediensysteme und weiterer Raumtechnik (z. B. Luftstromanlagen und Beleuchtung) entfaltet sich durch eine digitale Vernetzung. Die Integration muss zuverlässig sowie ergonomisch für Ärztinnen und Ärzte und die Assistenzen sein sowie Schutz gegen Ausfälle und äußere Manipulation (z. B. Cyberangriffe) bieten. 

Der ZVEI hat in Kooperation mit SPECTARIS und Mitgliedsunternehmen beider Verbände eine Planungshilfe entwickelt, die allen Beteiligten von Betriebs-, Anwendungs-, Entscheidungs- und Beratungsseite eine Unterstützung für derartige Großprojekte in Kliniken geben soll. Die Planungshilfe soll dabei helfen, frühzeitig die richtigen Fragen zu stellen. Dabei geht es um Technikausstattung, Wirtschaftlichkeit und medizinischen Nutzen. Geeignete Expertinnen und Experten sollen diese Fragen beantworten. Die neunteilige Broschüre des ZVEI wird noch in diesem Jahr aktualisiert. Darin fließen auch die Ergebnisse von Veranstaltungen mit ZVEI-Beteiligung ein, wie etwa eine ergiebige Podiumsdiskussion am Unternehmenssitz eines Medizintechnikherstellers (z. B. Vernetzungsstandards, zunehmende KI-Anwendungen oder Robotik). Ein Überblicksdokument gibt eine erste Orientierung. Weitere Module beleuchten einzelne Produktbereiche. Sie zeigen, welche Möglichkeiten es für die Gestaltung eines passenden Hybrid-OPs gibt. Denn jeder Hybrid-OP ist ein Unikat.

Bild: ZVEI

Gesundheit Elektromedizinische Technik

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