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14.01.2026
Der ZVEI und die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) widmeten sich am 13. Januar einer Bestandsaufnahme des EU-Digital-Omnibus. In zwei Panels diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Europäischem Parlament, Europäischer Kommission und unserer Industrie über den aktuellen Stand der Simplifizierung in der EU-Digitalgesetzgebung.

Axel Voss, MdeP und Schirmherr der Veranstaltung, analysierrte zunächst gemeinsam mit Benedikt Kuttenkeuler (Siemens) und Nils Scherrer (Vorwerk) die Vorschläge der Europäischen Kommission zum Digital-Omnibus. Die Diskussion zeigte praxisnah, wie komplex das digitale Regelwerk der EU inzwischen geworden ist und wie wichtig dafür der Simplifizierungsansatz der Kommission ist. Dabei wurde deutlich: Ziel muss eine Regulierung sein, die klarer und effizienter ist, und dabei trotzdem europäische Werte einhält.

Das zweite Panel richtete den Blick über die laufende Gesetzgebung hinaus und widmete sich der strategischen Frage nach digitaler Souveränität. Gemeinsam mit Aridge Khayati (FIEEC) und Constantin Greim (Bosch) diskutierte Diana Vlad-Calcic von der Europäischen Kommission, wie Regulierung künftig intelligenter ausgestaltet werden.
Die Diskutanten und Diskutantinnen waren sich einig, dass der bestehende digitale Acquis noch erheblich weiterentwickelt werden muss, um in der Praxis tatsächlich „smarte Regulierung“ zu ermöglichen. Für ein souveränes Europa ist es aus ZVEI-Sicht unerlässlich den Cyber Resilience Act im Rahmen künftiger Vereinfachungsinitiativen weiter zu präzisieren, auch um die Wettbewerbsfähigkeit Europas als Wirtschaftsstandort zu sichern.
Der Dialog geht weiter und wir freuen uns auf die nächsten Impulse im Rahmen von Think Digital bei einer weiteren Ausgabe der Veranstaltungsreihe in der zweiten Jahreshälfte.