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14.02.2025
ZVEI-Stellungnahme zu ESPR-Working Plan und unverkauften Produkten

Der ZVEI unterstützt die Weiterentwicklung des europäischen Ökodesign-Richtlinie im Rahmen der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR). In einer aktuellen Stellungnahme zum geplanten ESPR-Arbeitsplan und zu den vorgesehenen Regelungen für unverkaufte Produkte fordern wir jedoch eine praxisnahe und verhältnismäßige Umsetzung. Pauschale Vorgaben nach dem Prinzip „one size fits all“ würden der Vielfalt industrieller Produkte nicht gerecht. Stattdessen brauche es produktspezifische und technologieoffene Lösungen sowie eine bessere Abstimmung mit bestehenden EU-Regelungen.
Besonders kritisch bewertet die Elektro- und Digitalindustrie die geplanten horizontalen Anforderungen etwa zur Reparierbarkeit oder zum Rezyklatanteil. Diese müssen die technischen Besonderheiten einzelner Produktgruppen berücksichtigen und auf harmonisierten europäischen Standards basieren. Auch bei Berichtspflichten zu unverkauften Produkten sieht der Verband erheblichen Klärungsbedarf. Zusätzliche Offenlegungs- und Prüfpflichten dürften nicht zu unverhältnismäßigem bürokratischem Aufwand führen.
Zudem spricht sich der ZVEI für eine schrittweise Einführung des Digitalen Produktpasses aus und fordert die Nutzung bestehender Datenbanken, um Doppelstrukturen zu vermeiden. Entscheidend ist eine Umsetzung, die ökologische Ziele mit technischer Machbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und praktikablen Anforderungen für Unternehmen verbindet.
Die gesamte ZVEI-Position finden Sie hier zum Download.