Ausgabe 3.2021

Intelligenz - Leben in digitalen Welten

Das mobile Internet und smarte Technologien sind im Alltag der Menschen angekommen. Nur Politik und Verwaltung begegnen der Digitalisierung noch immer überwiegend misstrauisch.

 

Dauerbaustelle Infrastruktur: Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, gleichzeitig aber wirtschaftlich wettbewerbsfähig bleibt, müssen nahezu alle Infrastrukturen modernisiert werden.

 

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Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Ausgabe von ampere erscheint kurz vor der Bundestagswahl, der – wieder einmal – große Bedeutung zukommt. Waren früher Ostpolitik, Wiedervereinigung oder europäische Einigung die großen Themen, so lautet die entscheidende Frage dieses Mal: Wie wollen wir das Industrieland Deutschland in eine digitale und klimafreundliche Zukunft führen? Es herrscht dabei weitgehend Konsens darüber, dass wir Digitalisierung, Klimaschutz und unser ökonomisches Wohlergehen nicht unabhängig voneinander betrachten dürfen. Der Dissens zwischen den zur Wahl stehenden demokratischen Kräften besteht vor allem in den Antworten, also dem „Wie?“ des Wandels.

Unser Verband der Elektro- und Digitalindustrie repräsentiert weit mehr als 1.000 Unternehmen, von Mittelständlern mit weniger als 100 Beschäftigten bis hin zu Konzernen mit mehreren 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auf dieses kompetente Netzwerk greifen wir zurück, wenn wir unsere Konzepte und Argumente formulieren und unsere Lösungsbeiträge für die großen Aufgaben anbieten, vor denen die nächste Bundesregierung steht – und zwar unabhängig von ihrer Zusammensetzung. 

 

Eine der großen Herausforderungen besteht darin, einen Digitalisierungsschub anzustoßen, ohne den ein modernes, klimafreundliches Energiesystem nicht denkbar ist. Die dafür benötigten smarten Technologien sind überwiegend verfügbar und kommen dennoch hierzulande noch nicht flächendeckend zum Einsatz. Darüber hinaus sind in den kommenden Jahren die Weichen zu stellen für die Infrastrukturen, die wir vor allem im Bereich der Elektrifizierung für eine klimaneutrale Wirtschaft in den vor uns liegenden Jahrzehnten brauchen. Wir sollten in der kommenden Legislaturperiode deshalb dringend weniger über abstrakte Ziele, als über konkrete Maßnahmen sprechen – eben jenes „Wie“! Diese ampere gibt hierzu einen wichtigen Impuls.

Ihr

Dr. Gunther Kegel
ZVEI-Präsident

 

Erschienen in dieser Ausgabe 3.2021

Etwas Chaos und viel Chuzpe

Das Know-how israelischer Start-ups ist bei deutschen Unternehmen gefragt – insbesondere, wenn es um Künstliche Intelligenz oder Cybersicherheit geht. Doch was steckt hinter der Gründerwelle im Silicon Wadi?

Geopolitik mit Nanostrukturen

Der Markt für Mikroelektronik boomt. Die Europäische Union hat nun das politische Ziel gesetzt, ihren Anteil an der weltweiten Chipproduktion zu verdoppeln. Ein neues pan-europäisches Projekt, unterstützt vom ZVEI, soll den Startschuss geben.

Nicht sexy, aber klug

Wie viele Ladepunkte braucht das Land, wenn sich Elektromobilität flächendeckend durchsetzt? Sind die Verteilnetze in den Städten dem zu erwartenden Elektronensturm gewachsen? Die Antwort auf diese Fragen hängt vor allem davon ab, wie flexibel und wie schnell Elektroautos künftig Strom tanken.

Dauerbaustelle Infrastruktur

Digitalisierung und Klimaschutz stehen nach der Bundestagswahl ganz oben auf der Agenda. Damit das Land seine Klimaziele erreicht, gleichzeitig aber wirtschaftlich wettbewerbsfähig bleibt, müssen nahezu alle Infrastrukturen modernisiert werden. Wie groß der Umbaubedarf ist, zeigt eine Bestandsaufnahme anhand von Ladeinfrastruktur, Mobilfunk und Stromnetzen.

Denken statt Bedenken

Ob eine Digitalkamera genauso gut Bilder macht wie ein analoger Fotoapparat, diskutieren heute selbst Profis nicht mehr. Trotzdem haben neue digitale Technologien immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen.


Thorsten Meier
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