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21.05.2026
Gebäudewende: Elektrifizierung und Digitalisierung wirken
Einsparpotenziale elektrischer und digitaler Technologien im Gebäude

Der Gebäudesektor steht mit rund 35 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs im Zentrum der Energiewende. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer ISI im Auftrag des ZVEI zeigt erstmals gesamtheitlich, welche Hebel elektrische und digitale Technologien wirklich bieten – und warum sie für die Praxis relevant sind.
Die Ergebnisse sind eindeutig: Auf Gebäudeebene lässt sich allein durch konsequente Elektrifizierung und Digitalisierung bis zu 69 Prozent der Endenergieeinsparen. Dazu trägt vor allem der Einsatz von Wärmepumpen bei, flankiert durch Energiemanagementsysteme, die Energieverbräuche intelligent steuern und so den PV-Eigenverbrauch deutlich steigern.
Auch gesamtwirtschaftlich überzeugen die Technologien: Bis 2045 kann der Primärenergiebedarf um rund 210 TWh pro Jahr gesenkt werden. Zum Vergleich: Das entspricht ungefähr dem Primärenergiebedarf von Dänemark oder Irland. Gleichzeitig zeigt die Lebenszyklusanalyse, dass eine frühzeitige, integrierte Installation die kosteneffizienteste Lösung darstellt.
Die Studie liefert damit einen klaren Befund für Planer und Entscheider: Die Potenziale sind nicht nur technisch realisierbar, sondern auch wirtschaftlich tragfähig – vorausgesetzt, die Umsetzung erfolgt schnell und unter stabilen Rahmenbedingungen.