Kopf oder Zahl

Gleich mit Strom

42 von 1.000 Menschen in Afrika besitzen dem südafrikanischen Automotive Industry Export Council zufolge einen Pkw. Würde der Motorisierungsgrad auf den deutschen Wert von 580 Pkw pro 1.000 Einwohner anwachsen, stiege der weltweite Fahrzeugbestand um rund 800 Millionen Fahrzeuge oder gut zwei Drittel – und da ist der erwartete Bevölkerungszuwachs in der Subsahara noch nicht eingerechnet. Elektroautos sind in vielen afrikanischen Ländern keine Alternative, auch weil die elektrische Infrastruktur noch nicht robust genug ist. Die Hamburger Initiative „African E-Bike“ geht mit Unterstützung der KfW-Tochter DEG und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung deshalb einen neuen Weg, um das Grundbedürfnis nach individueller Mobilität zu erfüllen. Das speziell für Afrika konstruierte E-Bike „AfricroozE“ ist äußerst robust und kann Lasten bis 100 Kilo transportieren. Zum Konzept gehören auch Ladestationen mit eigener Stromerzeugung über Solarzellen. Die ersten 100 E-Bikes wurden im Frühjahr 2022 in Uganda ausgeliefert.

 

Text: Johannes Winterhagen | Bild: KfW/ Katumba Badru Sultan

 

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 4.2022 am 8. November 2022 erschienen.



Erschienen in der Ausgabe 4.2022

Den Anschluss nicht verpassen

Die EU will die Fahrgastzahlen auf innereuropäischen Strecken bis 2030 verdoppeln. Die dafür erforderliche Technik wäre vorhanden. Allerdings muss das Tempo steigen, mit dem Schienennetze modernisiert werden. Digitale Zugleitsysteme spielen dabei eine entscheidende Rolle.

„Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit in Balance bringen“

Die Mobilitätsstudie von Continental zeigt, dass das Auto nicht nur in Europa und den USA, sondern auch in chinesischen Metropolen der wichtigste Verkehrsträger bleibt. Gilles Mabire, Chief Technology Officer für das Autogeschäft des Zulieferers, will Autos daher durch Digitalisierung und Vernetzung nachhaltiger machen.

Energieschub

Superkondensatoren können in kurzer Zeit sehr viel Energie aufnehmen und wieder abgeben. Die estnische Firma Skeleton Technologies, die mit einem Großteil ihrer Beschäftigten in Sachsen tätig ist, hat ein innovatives Grundmaterial dafür entwickelt.

Wo ein Wille ist

Industrielle Wärme basiert bislang zu einem großen Teil auf der Verbrennung von Erdgas. Das mittelständische Beschichtungsunternehmen Rechtenbacher zeigt, dass die Wärmepumpentechnik auch hier großes Potenzial hat. Wichtig ist dabei ein ganzheitliches Wärmemanagement im Betrieb.

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ampere

Das Magazin der Elektroindustrie

Mit dem neuen Magazin der Elektroindustrie ampere, das vier Mal im Jahr erscheint, schaut der Verband über den Tellerrand der Branche hinaus.

Jede Ausgabe von ampere setzt sich kontrovers und informativ mit Themenschwerpunkten der Elektroindustrie auseinander, die aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden. Der Verband will mit dem Magazin den Dialog mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft stärken.