Kopf oder Zahl

Antennen-Verbund

1.024 winzige Antennen sollen in 6G-Geräten die Funkstrahlen ausrichten, um die Reichweite zu steigern. Das Foto zeigt ein großes Antennen-Array für eine 5G-Basisstation.

Die 5G-Mobilfunknetze sind noch nicht vollständig ausgerollt, da arbeiten Wissenschaft und Unternehmen bereits an der nächsten Generation: 6G. Diese verspricht unter anderem, dass Daten ab 2030 mit einer Geschwindigkeit von einem Terabit pro Sekunde fließen können. Dafür muss man allerdings höhere Frequenzbereiche zwischen 90 und 300 Gigahertz und oberhalb von 300 Gigahertz erschließen, weil nur dort die erforderlichen Bandbreiten zur Verfügung stehen. Funkwellen bei derart hohen Frequenzen werden in der Luft aber stark gedämpft und kommen nicht weit. Die Lösung: MIMO (Massive Multiple Input Multiple Output). Winzige Antennen werden zusammengeschaltet und richten den Funkstrahl zwischen Sender und Empfänger aus. Dieses „Beamforming“ mit bis zu 1.024 Antennen ermöglicht es, die Reichweite der Funkwellen auch bei hohen Frequenzen deutlich zu erhöhen – und die drahtlose Digitalisierung auf eine neue Stufe zu heben.

 

Text Christian Buck | Illustration Rohde & Schwarz

 

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 2.2023 am 2. Oktober 2023 erschienen.



Erschienen in der Ausgabe 2.2023

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