Die Trump-Administration hat im letzten Jahr ihren „AI Action Plan“ vorgestellt. Wie beurteilen Sie die Strategie?
Phillips: Es ist sicher ein ehrgeiziger Plan. Wir begrüßen vor allem, dass sich im Bereich der Genehmigungsverfahren etwas tut. Im Dezember letzten Jahres hat das Repräsentantenhaus den sogenannten SPEED Act verabschiedet, der den Genehmigungsprozess für den Bau neuer Anlagen verkürzt und standardisiert. Wir hoffen, dass er vom Senat schnell verabschiedet wird.
Worin unterscheidet sich die US-amerikanische KI-Strategie von der chinesischen?
Phillips: Die USA setzen auf die „Feuerkraft“ des privaten Sektors. Man schafft Anreize dafür, dass der heimische Tech-Sektor an der Spitze des Rennens bleibt. Die Chinesen sind gut darin, Pläne aufzustellen und sich schnell zu bewegen, mit der ganzen Macht der Regierung im Rücken.
Welchen Punkt würden Sie persönlich gerne in den „AI Action Plan“ aufnehmen?
Phillips: Wir sprechen mit der Administration gerade über einen „Zoll-Anreiz-Vorschlag“. Es geht um Produkte und Materialien, die im Inland nicht ausreichend zur Verfügung stehen, etwa Motoren. Unternehmen, die diese Waren importieren müssen, haben aufgrund von Zöllen oft höhere Kosten. Es wäre wünschenswert, wenn es hier Rabatte oder andere Anreize gäbe.