Durchwachsene Bilanz
Exzellente Forschung und hohes Wertschöpfungspotenzial auf der einen, Investitionszurückhaltung und wenig Patente auf der anderen Seite: Bei KI hat Deutschland Stärken und Schwächen.
ampere 2026
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Exzellente Forschung und hohes Wertschöpfungspotenzial auf der einen, Investitionszurückhaltung und wenig Patente auf der anderen Seite: Bei KI hat Deutschland Stärken und Schwächen.
Text Christian Buck | Illustrationen ZVEI
Dieser Artikel ist in der Ausgabe 2026 am 13. April 2026 erschienen.
Exzellente Forschung und hohes Wertschöpfungspotenzial auf der einen, Investitionszurückhaltung und wenig Patente auf der anderen Seite: Bei KI hat Deutschland Stärken und Schwächen.
Edge AI und Agentic AI bringen Künstliche Intelligenz von der Cloud direkt in die Fertigung. Das macht die Produktion schneller, sicherer und effizienter – und könnte zum Wettbewerbsvorteil für den Industriestandort Deutschland werden.
Während die Welt über Chatbots diskutiert, entscheidet sich Europas KI-Zukunft in der Industrie. Diese hat beste Voraussetzungen – wenn die Politik jetzt die richtigen Rahmenbedingungen setzt.
Industrielle KI gilt als große Chance für die deutsche Industrie. Für Rainer Brehm, COO für Automatisierung und CTO bei Siemens Digital Industries, und Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, müssen aber regulatorische Vorgaben für die Datenverarbeitung in Fabriken vereinfacht werden.
Der EU AI Act soll den Umgang mit Künstlicher Intelligenz regeln. Doch auch dieser Rechtsrahmen zeigt ein grundlegendes Problem kritisiert Kathrin Glastra, Büroleiterin des ZVEI European Office: Unklare und teils widersprüchliche Anforderungen drohen die guten Absichten der Europäischen Union zu konterkarieren.
Der Cyber Resilience Act (CRA) sollte in seiner Struktur angepasst werden. Vor allen Dingen braucht es Ausnahmen für „unkritische Produkte mit digitalen Elementen“, sagt ZVEI-Europa-Expertin Kathrin Glastra.
Die Geopolitik ist gerade im Umbruch. Die USA als Verbündete wackeln, die Dominanz des Silicon Valley erscheint immer mehr als Risiko. Ist globale Arbeitsteilung noch sinnvoll, wenn es um sicherheitskritische oder systemrelevante Produkte geht? Ampere sprach darüber mit Manuel Atug, Principal bei der Berliner Beratungsfirma HiSolutions AG.
Auf die Elektro- und Digitalindustrie kommt es mehr denn je an, zeigt sich Daniel Hager, designierter ZVEI-Präsident, überzeugt. Die Megatrends Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung seien aufs Engste mit der Branche verbunden. Zusätzliche Verantwortung müsse sie durch größere geopolitische Unsicherheiten, eine rasante KI-Entwicklung und lähmende regulatorische Hürden schultern. Trotzdem gibt sich der Aufsichtsratsvorsitzende der Hager Group zuversichtlich. Stärker als bisher will er allerdings die EU in die Pflicht nehmen.
Interview mit Debra Phillips, Präsidentin und CEO der National Electrical Manufacturers Association (NEMA), dem US-amerikanischen Branchenverband der Elektroindustrie
ampere
Mit dem Magazin der Elektro- und Digitalindustrie ampere, das zwei Mal im Jahr erscheint, schaut der Verband über den Tellerrand der Branche hinaus.
Jede Ausgabe von ampere setzt sich kontrovers und informativ mit Themenschwerpunkten der Elektroindustrie auseinander, die aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden. Der Verband will mit dem Magazin den Dialog mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft stärken.